
SOCOM: U.S. Navy Seals Combined Assault
SOCOM: U.S. Navy Seals Combined Assault Test / Review
Seit dem ersten Teil der Socom-Serie bewies Entwickler Zipper Interactive, dass ein anspruchsvoller Taktik-Shooter nicht unbedingt einen PC als Spiele-Maschine voraussetzt. Mit Combined Assault steht nun der mittlerweile vierte Teil bei uns auf dem Prüfstand.
Socom: U.S. Navy Seals Combined Assault, um nochmals den vollen Titel zu nennen, bietet im Vergleich zum Vorgänger vor allem für Einzelspieler eine ungleich bessere Spielerfahrung. Denn fristete die Einzelspielermissionen bei Socom bisher eher ein Nischendasein, sorgt die umfangreiche Kampagne mit 18 Einsätzen diesmal für deutlich mehr Motivation. Hauptsächlich das weit abwechslungsreichere und offenere Auftragsportfolio zeigt sich für diesen positiven Trend verantwortlich. In jeder Mission warten verschiedene Primär- wie auch Sekundärziele auf fähige Einsatzkräfte, wobei natürlich letztere zum erfolgreichen Abschluss der gesamten Mission nicht zwingend erfüllt werden müssen. Die Reihenfolge, in welcher ihr die verschiedenen Aufträge angeht, ist zudem vollkommen euch überlassen. Genauso könnt ihr auch immer wieder selbst entscheiden, welche der 18 Missionen ihr als nächstes meistern wollt.
Inhaltlich hat sich indessen nur wenig verändert. Nach wie vor ist taktisches Vorgehen Pflicht, um nicht schon nach den ersten Spielminuten die Rüben von unten zu sehen. Das freiere Design eurer Aufträge in Verbindung mit den mehrheitlich grösseren Levels gibt euch dabei erfreulicherweise eine Menge Spielraum für taktische Varianten eurer Offensive. Jedem Zielgebiet könnt ihr euch so beispielsweise aus völlig unterschiedlichen Himmelsrichtungen nähern. Nicht selten entdeckt ihr so bei bedachter Vorgehensweise gut versteckte Pfade – wieso also der gut bewachten Strasse folgen, wenn man den Feind auch geschickt von hinten überraschen kann! Der Radar in der unteren Bildschirmecke sowie die jederzeit aufrufbare Übersichtskarte sorgen praktischerweise in jeder Situation dafür, dass sich die eigene Truppe nicht heillos verläuft.

Glücklicherweise zieht ihr aber auch bei Combined Assault nicht alleine in den Antiterrorkampf, sondern werdet stets von drei CPU gesteuerten Teammitgliedern begleitet. Die Kameraden lassen sich durch ein Befehlsmenü jederzeit dirigieren oder bewegen sich auf Schultertastendruck zum mit dem Fadenkreuz anvisierten Gebiet. Nach wie vor gibt aber die künstliche Intelligenz der eigenen Leute oftmals Grund zur Klage. Wie schon beim Vorgänger entdeckt man nicht selten, dass sich ein KI-Kamerade in die Schusslinie eines anderen stellt, feindliche Wachen nicht erkennt oder (scheinbar) ziellos in eine Wand ballert, da sich dahinter ein Gegner befindet. Ebenfalls müsst ihr gerade in verwinkelten Level-Passagen aufpassen, dass euer Team euch nicht aus den Augen verliert und so verloren geht.
Gerade aufgrund der nicht idealen KI eurer Begleiter ist es enorm erfreulich, dass die Entwickler diesmal (endlich) an einen Kooperativmodus gedacht haben. Dabei lassen sich sämtliche Missionen der Kampagne im LAN oder Online mit bis zu drei menschlichen Mitstreitern zusammen in Angriff nehmen. Zusätzlich können die Missionen durch Setzten unterschiedlicher Startpunkte oder zusätzlicher Aufträge wie "Bombenentschärfung" oder "Geiselbefreiung" für den Mehrspielereinsatz noch variiert werden.
Game Info
- Genre: Taktik-Shooter
- Entwickler: Zipper Interactive
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 32



