
R:Racing Evolution
R:Racing Evolution Test / Review
Namco geht neue Wege.
Pünktlich zum Japan-Launch der PS2 beglückte Namco die Anhänger der Ridge Racer Serie mit dem fünften Teil. Dank dem bekannten und geliebten Arcade-Handling der fiktiven Wagen sowie einer (für damalige Verhältnisse) atemberaubenden Grafik konnte der Titel die Herzen aller Arcade-Spieler im Sturm erobern. Doch nach dieser ziemlich geradlinigen Fortsetzung beschlossen die Entwickler, neuen Wind in die Serie zu bringen.
Und so liegt uns nun das Ergebnis der jahrelangen Arbeit vor. Das neuste Ridge Racer verzichtet dabei komplett auf die gewohnte Formel aus schnellen Wagen, langen Drifts, verwinkelten Stadtstrecken und schnellen Technobeats. Stattdessen mauserte sich “R:Racing Evolution“ zu einer Art Gran Turismo Clone. So kommen auch nur lizenzierte Fahrzeuge (45 an der Zahl) auf 14 ebenfalls originalen Rennstrecken zum Einsatz.
An Modi steht neben einem Arcade, einem Time Attack und dem obligaten VS für 2 Spieler hauptsächlich der Racing Life Mode im Zentrum. Dabei gilt es für den Spieler in 14 Kaptiteln die junge Rennfahrerin Rena durch Siege bekannt zu machen. Neben den einfachen Strassenrennen müsst ihr euch auch in staubigen Rally-Etappen und heissen Drag-Races beweisen. Zwischen den einzelnen Kapiteln wird die Story durch nette Rendermovies vorangetrieben, grossartige Überraschungsmomente oder Wendungen solltet ihr aber nicht erwarten. Namco’s Idee die einzelnen Wettkämpfe so zu verknüpfen stiess bei uns aber durchaus auf Gefallen. (Ja, ich gebe es zu: Die schöne, freizügige Protagonistin ist daran auch nicht ganz unschuldig…)
Leider offenbart sich aber schon nach den ersten Kurven das grösste Manko an R:RE: Die unsägliche Fahrphysik und Steuerung der Boliden. Ohne entsprechende Übung habt ihr kaum eine Chance, und selbst nach einer gewissen Angewöhnungszeit entwickelt sich kaum ein Gefühl für das Verhalten der Wagen. Während des Tests kam es gar vor, dass sich unser Auto bei der Überfahrt eines flachen rotweisen Streckenrandes überschlug und auf dem Dach landete! Solche Patzer in der Physik eines Rennspiels sind einfach untolerierbar. Ich persönlich denke, dass Namco einen Weg zwischen einer reinen Simulation und dem bekannten Arcade-Gameplay finden wollte. Leider werden aber mit dem resultierenden Zwischending Fans beider Seiten nicht glücklich.
Ein weiterer Umstand, der das Handling nicht gerade einfacher werden lässt, ist die feste Positionierung der Kamera hinter eurem Wagen in der Aussenperspektive. So schwenkt die Ansicht bei der Durchfahrt einer Kurve direkt mit. So verliert ihr bei Patzern schnell die Übersicht über das gegnerische Fahrerfeld oder gar die Orientierung auf der Strecke.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Namco
- Publisher: Namco
- Spieler offline: 2



