
Sonic Heroes
Sonic Heroes Test / Review
Oh no, it’s Eggman!
Zum ersten Mal in der Geschichte der PS2 beglückt uns SEGA mit einem Sonic Spiel. Wieder einmal müssen wir Dr. Robotnik zu Leibe rücken. Diesmal tut dieser aber Sonic nicht alleine, sondern darf auf die Hilfe seiner Freunde zählen.
Während man bisher in den Spielen des blauen Igels alleine durch die von Dr. Robotnik verseuchten Welten sprinten musste, hat sich SEGA für dieses Abenteuer etwas Spezielles einfallen lassen. Je nachdem, mit welchem der 4 Dreierteams ihr loslegt, stehen euch jeweils 2 Freunde zur Seite. Jeder Charakter hat dabei seine Stärken, die ihr im Dienste des Teams effizient anwenden müsst. So kann Tails der Fuchs seine Kollegen per Helikopter zu höheren Plattformen bringen, während Knuckles grosse Hindernisse problemlos aus dem Weg räumen kann. Sonic sprintet dafür wie gehabt in Windeseile durch die Welten. Gameplaytechnisch ist diese Idee gut umgesetzt. Zur Hilfe stehen neben den Hindernissen auch noch Monitore mit den Namen der im Idealfall zu wählenden Spielfigur, was aber meist schon durch die Architektur der jeweiligen Stelle klar sein dürfte. Der Umstand dass jedes der 4 Dreierteams genau die gleichen Levels absolviert und sich auch die Figuren nur äusserlich unterscheiden, regt nicht sonderlich zu erneutem Durchspielen an. Schade.

Mit dem Analog Stick steuert ihr euren Protagonisten. Per Druck auf die Dreieck- oder Kreistaste könnt ihr zwischen den Figuren wechseln. Mit der X-Taste springt ihr wie gewohnt und per einfacher Kombination mit der Quadrattaste führt ihr einen Spezialangriff aus. Zu guter letzt könnt ihr per Druck auf die R1 Taste eine Attacke ausführen, um grossräumig alle Gegner aus dem Weg zu räumen. Jedoch bedarf dies eines vollen Balkens, welcher sich erst nach und nach durch das Besiegen von Gegnern füllt.
Problematisch bei der Steuerung ist, dass sie ziemlich hakig und sehr feinfühlig ist (vor allem beim Platformenspringen zum Haareraufen), andererseits die Kameraführung oft nicht die nötige Übersicht liefert. So kommt es häufig vor, dass man mehr oder weniger Blind versucht Gegner aus dem Weg zu räumen. Zu diesem Problem gehören auch die plötzlichen Kameraschwenks. Seid ihr beispielsweise am Flüchten vor einem rollenden Stein und die Kamera dreht, ist es notwendig in Sekundenbruchteilen die Richtungstaste zu wechseln um nicht in eine Streckenbegrenzung zu rennen. Teilweise ist auch das Treffen der Checkpoints ziemliche Glückssache. Durch das schnelle Gameplay werdet ihr oft an diesen Punkten vorbeilaufen und euch nach dem Ableben genüsslich über die Levelwiederholung freuen.
Leider macht Sonic Heroes grafisch keine sonderlich gute Figur. Zwar sind die Levels wirklich mit guten Ideen gespickt und bieten auch ausreichend Abwechslung, doch auch dies kann leider nicht über die folgenden Negativpunkte hinwegtäuschen: Die Farben sind blass und es spielt in den ersten Levels nicht wirklich eine Rolle, ob ihr durch einen Wald oder einen Industriekomplex rennt – als wirkt irgendwie gleich. Die Texturen sind verpixelt und wirken ziemlich lieblos . Auch das Level, das ihr als Flipperkugel in einem Kasten (Sonic 2 auf dem Megadrive lässt grüssen) verbringt ändert dies nicht sonderlich. Hier hat Sonic Adventure auf dem Dreamcast um längen besser ausgesehen. Da dies ein Multiplattformtitel ist, wurde hier wohl einfach der PS2-Port hingepfuscht. Die Xbox und Gamecube Varianten sehen zu unserem Bedauern deutlich besser aus.
Game Info
- Genre: Jump&Run
- Entwickler: Team-Sonic
- Publisher: SEGA
- Spieler offline: 2



