Stuntman: Ignition

Stuntman: Ignition Test / Review

Vor über sechs Jahren zeigte uns ein PS2 Spiel, dass das Leben eines Stuntman wahrlich kein Zuckerschlecken ist. Nun bekommt das damals wie heute innovative Action-Spektakel eine Fortsetzung.

Wer sich damals in die Haut des tollkühnen Fahrers wagte, brauchte zweifelsohne Nerven aus Stahl. Doch dies nicht bloss wegen den waghalsigen und spektakulären Autostunts, sondern vielmehr weil das Spiel einen ausgesprochen hohen, ja teilweise schon unfairen Schwierigkeitsgrad aufwies. Auch wir haben das Original damals ausgiebig gespielt und dabei flogen selbst bei meinen psychisch ausgeglichenen Kollegen regelmässig die Pads durchs Zimmer. Zum Glück waren die Controller damals noch mit dicken Kabeln an der PlayStation befestigt, so dass die Wurfreichweite stark eingeschränkt wurde...

Wie bereits vor sechs Jahren gilt es auch bei Stuntman: Ignition, durch präzise Fahrmanöver auch insgesamt 6 Filmsets dem Regisseur möglichst spektakuläre Auto- und Motorradstunts vor die Linse zu zaubern. Nach einem kurzen Briefing eures Stunt-Koordinators, welches praktischerweise gerade während der Ladezeit stattfindet, geht es direkt auf dem Set ans Eingemachte. Von einem Startpunkt aus brettert ihr los und erhaltet während der Fahrt kontinuierliche Anweisungen von der Regie wie: "Fahr knapp an den Wagen vorbei", "Über die Rampe" oder "Drift nach rechts". Damit ihr auch wisst, wo und wann das jeweilige Manöver von euch verlangt wird, tauchen passend zu den Durchsagen passende Symbole und Felder innerhalb der Areale auf.

Im Kern blieb damit auch der zweite Teil seinen Wurzeln treu, der Schwierigkeitsgrad wurde aber glücklicherweise stark entschärft. Damit wird man hier keinesfalls so oft mit Frust zu kämpfen haben, wie es beim Vorgänger der Fall war. So wurde beispielsweise das ehemals gnadenlose Zeitlimit komplett entfernt und die Entscheidungen über das Scheitern eines Drehs sind endlich auch für jeden Spieler nachvollziehbar. Wer innerhalb eines Takes fünf Stunts versaut, das Drehareal verlässt oder in Lava stecken bleibt, muss nochmals von vorne ran.

Leicht ist Stuntman: Ignition aber dennoch nicht. Gerade bei den späteren Filmen ist es beinahe unmöglich, eine Szene beim ersten Versuch direkt zu meistern. Oftmals kommt man nur weiter, wenn man sich gewisse, speziell knifflige Stellen bereits durch vorangegangenes Scheitern eingeprägt hat. Somit besteht bei ungeduldigen Spielern nach wie vor die Gefahr, dass sie die Flinte (bzw. das Pad) noch vor dem letzten Level ins Korn werfen. Zudem werden die späteren der 36 verschiedenen Szenen erst durch entsprechende Erfolge in den vorangehenden Herausforderungen zugänglich. Dazu müsst ihr bei sämtlichen Stunts eine gewisse Anzahl Sterne verdienen, welche es nur für anständige beendete Fahrten gibt. Wer gar die maximale Auszeichnung von fünf Himmelslichtern will, muss sämtliche verlangten Kunststücke mit zusätzlichen Stunts verknüpfen, damit eine genügend lange Stunt-Kette entsteht. Trotz einem unbestreitbaren Frustpotential lockt einem das Spiel aber dennoch aufgrund der unverbrauchten Thematik sowie äusserst einfallsreichen Szenarien und Stunts immer wieder vor die Konsole.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Paradigm Entertainment
  • Publisher: THQ
  • Spieler offline: 2
  • Releasedatum: 09.09.2007 (erschienen)

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