Juiced 2: Hot Import Nights

Juiced 2: Hot Import Nights Test / Review

Immerhin bleibt beim optischen Tuning nach wie vor alles beim Alten und man darf den eigenen Blechhaufen mit einer soliden Anzahl an Heck- und Frontschürzen, Seitenschwellern, Spoilern und ähnlichem verschönern. Jedoch bot auch hier Need for Speed: Carbon mit der zusätzlichen Autosculpt Funktion doch etwas mehr an Umfang. Bei den Vinyls (Aufklebern) trumpft Juiced 2 dafür mächtig auf: Etliche Muster und Formen können in ebenso vielen Farben an beliebiger Stelle, in beliebiger Ausrichtung und Grösse in diversen Schichten auf dem eigenen Wagen angebracht werden. Das Ganze nimmt schon fast extreme Dimensionen an und lässt euch bei der Gestaltung fast vollkommen freie Hand. Wer genügend Zeit mitbringt zimmert sich so einen wahrlich unverkennbaren Flitzer. Angesichts dessen ist es noch bedauerlicher, dass die PS2 keinen Online-Modus spendiert bekam.

Die Steuerung geht grundsätzlich gut von der Hand. Juiced 2 vernachlässigt konsequent jeglichen Simulationsaspekt, so dass sich die Wagen allesamt äusserst direkt über die Pisten lenken lassen. Man hat die Karren jederzeit voll unter Kontrolle und dank der allgegenwärtigen Neigung zum Übersteuern gelingen euch in den Kurven mit Leichtigkeit schöne Driftmanöver – was praktischerweise wiederum den Nitro auflädt. Trotz der klareren Arcade-Ausrichtung hätten wir uns aber immerhin leichte Unterschiede im Handling der verschiedenen Wagen gewünscht. Wenn man schon beachtliche 90 verschiedene Gefährte, die erfreulicherweise sowohl aus Japan, den USA als auch aus Europa stammen, in ein Rennspiel integriert, sollten sich diese unserer Meinung nach im Handling doch etwas merklicher voneinander unterscheiden.

Die 35 verschiedenen Strecken bringen euch auf die Strassen verschiedener Grossstädte wie London, Paris, Tokio, Rom oder Sydney. Das Streckendesign kann sich dabei durchaus sehen lassen und bietet an einigen Stelle durchaus denkwürdige Momenten wie zum Beispiel die Drift-Piste unter dem Eiffelturm oder die Fahrt durch das Kolosseum in Rom. Generell gibt es aber nur wenige dieser Highlights, so dass man bei den meisten Tracks hervorstechende Sehenswürdigkeiten vergeblich sucht. Damit soll nicht gesagt sein, dass das Design der Austragungsorte schlecht sei – im Gegenteil. Nur hat man ähnliches bereits in etlichen Rennspielen zuvor bereits mehrfach zu Gesicht bekommen.

Ein bereits im Vorfeld gross angekündigtes Feature von Juiced 2: Hot Import Nights ist die Fahrer-DNS. Während der Rennen soll euer Fahrstill analysiert werden und die gesammelten Daten werden sodann in ein spezielles Spielerprofil (der Driver-DNA) verwoben. Dieses soll schliesslich den eigenen Fahrstil repräsentieren. Eine durchaus löbliche Idee, die jedoch in der Praxis nicht wirklich so funktioniert, wie ihr (oder die Entwickler) sich das gewünscht hätten. Das Problem liegt darin, dass nicht direkt der eigenen Fahrstil analysiert wird, sondern die Punkte eures DNA-Profils schlicht beim Erreichen bestimmter, vordefinierter Leistung in den passenden Sektionen erhöht werden. So zum Beispiel beim absolvieren von 250 Drifts, dem Fahren mit einer bestimmten Geschwindigkeit, dem Erringen von 50 Siegen oder dem Erreichen einer bestimmten Gesamtpunktzahl bei einem Drift-Event. Damit wird letztlich nur der Spielfortschritt bzw. euer Können zur Erstellung der Fahrer-DNS verwendet, was letztlich keinesfalls euren Fahrstil repräsentiert. Damit wirkt das Feature auf den ersten Blick zwar überaus interessant, die Umsetzung desselben hat aber mit der zugrunde liegenden Idee nur noch wenig gemein.

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Game Info

  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: Juice Games
  • Publisher: THQ
  • Spieler offline: 2
  • Releasedatum: 28.09.2007 (erschienen)

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