Baldur’s Gate: Dark Alliance 2

Baldur’s Gate: Dark Alliance 2 Test / Review

Interplay schickt euch zurück in den Dungeon

Vor rund 2 Jahren konnte Baldur’s Gate sowohl RPG wie auch Hack’n Slay-Fans gleichermassen begeistern und wurde so zu einem ziemlichen Überraschungserfolg. Die interessante Mischung aus Diabolo und Gauntlet in Verbindung mit einer hervorragenden Grafik und den unzähligen Möglichkeiten, den eigenen Charakter seinen ganz persönlichen Bedürfnissen anzupassen, zeigte erstaunliches Suchtpotential.

So verwundert es auch nicht, dass sehr vieles auch im zweiten Teil beim Alten blieb. Spielablauf, Steuerung und Menüführung haben sich nur im Detail geändert. Einige sinnvolle Neuerungen sein hier aber trotzdem erwähnt. So könnt ihr beispielsweise vier Zaubersprüche in ein schnell zugängliches Menü legen, damit ihr diese in brenzligen Situationen ohne Umweg über das bereits bekannte Auswahlmenü schneller zur Verfügung habt. Weiter habt ihr nicht mehr nur die Möglichkeit, erbeutete Waffen und Gegenstände zu verkaufen oder kaufen. Nach dem Fund der entsprechenden Runensteine lassen sich diese auch in einer Schmied mit Attributen aufmotzen oder zwecks Verbindung mit anderen Argumentationsverstärkern in ihre magischen Einzelteile zerlegen. Kenner des Vorgängers werden sich also schnell zurecht finden.

Die Story setzt direkt nach dem ersten Teil ein. Da die Helden des Vorgängers bekanntlich gefangen genommen wurden, habt ihr die Qual der Wahl zwischen fünf neuen Recken. Wie gehabt hat jeder Charakter seine ganz individuellen Stärken und Schwächen. Während der menschliche Krieger kräftig mit der Waffe zuschlagen kann, liegen die Stärken des Elfen eher in der Zauberei. Je nach dem, welchen Kämpfer ihr wählt, gestaltet sich das Gameplay auch entsprechend anders. Habt ihr einen spielfreudigen Kollegen zur Hand, könnt ihr das ganze Abenteuer auf Wunsch auch zu Zweit (Co-Op) bestreiten. Leider wurde auch die Implementierung eines Online-Modes oder einer höheren Spielerzahl verzichtet. Besonders das Spielen übers Weltweite Netzwerk hätte den Titel mit Sicherheit in noch höhere Spielspassdimensionen katapultiert.

Während des Monsterschlachtens erhaltet ihr wie gehabt Erfahrungspunkte für jeden erlegten Feind oder erfolgreich absolvierte Aufträge. Diese könnt ihr dann in unregelmässigen Abständen dazu verwenden, eure Fähigkeiten in verschiedenen Attributen zu verbessern. Um hingegen eure Waffen in der oben erwähnten Schmiede zu verbessern, bedarf es neben den entsprechenden Zutaten auch einer ganze Menge Goldstücke. So könnt ihr leider aufgrund der verständlicherweise begrenzten, finanziellen Mitteln nicht nach Lust und Laune mit euren Waffen herumexperimentieren. Noch schlimmer ist, wenn ihr eine Waffe mit einer ganzen Menge Barem aufmotzt, nur um festzustellen, dass diese in zwei Abschnitten später nicht stärker als eine Standartwaffe ist. Um die Runensteine aber in eine andere Waffe zu transferieren, verlangt der geldgierige Schmid wiederum eine unerhörte Anzahl Goldstücke. Habt ihr die Summe nicht in der Tasche, so müsst ihr euch wohl oder übel mit der schlechteren Waffe durch die Levels quälen.

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Game Info

  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: Black Isle Studios
  • Publisher: Interplay
  • Spieler offline: 2

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