Sphinx und die verfluchte Mumie

Sphinx und die verfluchte Mumie Test / Review

Im Land der Pharaonen ist die Hölle los

Überall in der mythischen Welt der Pharaonen geschehen seltsame Dinge und es scheint, als würde etwas Böses im Gange zu sein. Um wieder Frieden in Regionen zu bringen, müssen sich laut Vorsehnung zwei Helden den dunklen Mächten in den Weg stellen. So schlüpft ihr abwechselnd in die Haut des namensgebenden Löwenmenschen Sphinx oder des eher schusseligen Prinzen Tutankhamen. Der einzige Hacken an der Sache: Im Laufe der ersten Spielstunde wird der junge Thronfolger in eine halbtote Mumie verwandelt. Doch eben dieser unglückliche Umstand erweisst sich im Laufe des Abenteuers als besonders nützlich…

Denn während der flinke Sphinx seine athletischen Stärken in allerlei Kämpfen, Klettereinlagen und waghalsigen Jump&Run Passagen ausspielt, überzeugt sein bandagierter Gefährte durch eine ganz nützliche Fähigkeit: Unsterblichkeit. So machen ihm Feuer, Stromschläge oder gar todbringende Fallen nichts aus. Im Gegenteil gilt es, in den für ihn vorgesehenen Abschnitte, eben diese Gefahren für sich zu nutzen. So steckt ihr den armen Kerl beispielsweise in Brand um hölzerne Absperrungen niederzubrennen oder setzt ihn zwecks Stromtransport kurzzeitig unter Hochspannung. Aus diesen unterschiedlichen Eigenschaften der beiden Charaktere formten die Entwickler viele originelle, oftmals auch ungewöhnliche Rätsel.

Die eingängige Steuerung ermöglicht einen erfreulich unkomplizierten Einstieg in die Welt von Sphinx. Dank der aus “Zelda“ abgekupferten Einblendung der jeweiligen Aktionsmöglichkeiten am oberen Bildschirmrand könnt ihr jederzeit problemlos auf die vielen Fähigkeiten der Charaktere zurückgreifen. Was leider nicht aus oben erwähntem Nintendo-Titel übernommen wurde, ist die praktische Lock-On Funktion. So kommen die Kämpfe mit Sphinx leider um einiges unübersichtlicher daher. Dies soll keinesfalls heissen, dass die Fights gegen die fantasievolle Gegnerschar nicht überzeugen kann. Doch hätte das System durch ein wenig Überarbeitung deutlich verbessert werden können.

Ebenfalls etwas lästig ist das Fehlen einer Ego-Perspektive. Zwar könnt ihr euch mit Sphinx nach dem Auffinden des Blasrohrs auch aus dieser Perspektive in den weitläufigen Arealen orientieren, der Mumie Tutankhamen bleibt dies aber komplett verwehrt.

Technisch gibt sich Sphinx fast keine Blösse. Schön texturierte und teilweise üppig ausgeschmückte Areale, liebevoll modellierte und animierte Charaktere, unzählige Details sowie die hohe Bildrate überzeugen selbst anspruchsvolle Spieler schnell. Einziges Manko sind die teilweise etwas zu grob geratenen Bodentexturen sowie die zu häufig auftretenden Ladepausen. In vielen Arealen halten sich letztere zwar in problemlos ertragbaren Grenzen, in der Stadt müsst ihr aber selbst beim betreten eines kleinen Shops eine vergleichsweise zu hohe Wartezeit in Kauf nehmen.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Eurocom
  • Publisher: THQ
  • Spieler offline: 1

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