
G-Surfers
G-Surfers Test / Review
Dabei stand doch "Feel the g-force in the fastest racer on earth" auf der Packung…
Wenn ich als total geschwindigkeitssüchtiger Mensch solch ein Statement lese (in diesem Fall vom bekannten OPM2 Magazin), dann erwarte ich im Minimum etwas im Stile eines Extreme G. Aber alles der Reihe nach.
Willkommen in der Welt der Hochgeschwindigkeitsrennen, willkommen zu G-Surfers! Mehr Story gibt es nicht, und brauchen wir ja auch nicht.
Was neben dem Spiel selbst gross in Szene gesetzt wurde, ist der "TrakEditor", welcher wie der Name bereits sagt dazu dient, eigene Strecken zu erschaffen. Grundsätzlich geht es im Stile von Extreme G oder als GameCube-Kenner von F-Zero in Windeseile über unzählige Kilometer Stahlkonstruktionen. Waffen gibt es hier zwar keine, dafür sind aber die üblichen Accessoires wie Beschleunigungsstreifen und sogar grössere Sprünge möglich. Neben dem eigentlichen "Race" Modus (so als Arcade-Version anzusehen) findet sich ausserdem ein Time Trial und ein "Series Mode". Letzterer entspricht einem Karrieremodus, in dem man verschiedene Herausforderungen bewältigen muss. Je weiter man gelangt, umso mehr Strecken und andere Goodies werden freigeschaltet. Zu Beginn wählt man sich einen der 16 Gleiter aus, welche sich in Attributen wie Bodenhaftung, Boostpower, Schutzschild, Beschleunigung und Gewicht unterscheiden.
Leider bringt hier auch der Gleiter mit der besten Beschleunigung herzlich wenig, wenn man sich in der absolut abscheulich blassen Umgebung und einem Dia-Show ähnlichen Bildaufbau über die Strecken müht. Der Streckenbelag ist so pixlig wie ein Schachbrett und die Umgebungstexturen, sofern man überhaupt von so etwas sprechen kann, sind eine Erniedrigung für jedes Auge. Und was einem bei diesem Anblick wirklich den Rest gibt ist diese unglaubliche Spielgeschwindigkeit! Wie schlecht muss ein Spiel programmiert sein, dass es selbst bei dieser entsetzlichen Grafik alles andere als flüssig läuft? Jeder Freitagabendverkehr im Herzen jeder Metropole stockt weniger als das hier.
Soundtechnisch ist der Titel nicht ganz so gravierend schlecht. Die Hintergrundmusik ist ganz okay, aber auch nicht wirklich gut. Technogedümpel ganz ohne Finessen, eben das, was man von so einem Spiel erwartet. Traurigerweise entspricht der Motorensound der Gleiter eher einem Tinitus als einer Turbine. Ich nehme mal an, dass die Windows Standardmusikeinstellung über kein geeigneteres Wave File verfügte.
Die Steuerung ist einfach gehalten. Beschleunigung (*lach*) per Taste X, Boost (*totlach*) über Quadrat, Bremsen mit Dreieck. Mit den hinteren Schultertasten solle man anscheinend (hört hört…) die seitlichen Airbreakes aktivieren. Letzteres ist genauso wie die ersten zwei absoluter Schwachsinn. Sieht schlecht aus, bringt auch gar nichts. Steuerung ist ebenfalls ziemlich hakelig und wird euch beim küssen der Banden hilfreich zur Seite stehen.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Midas Interactive
- Publisher: THQ
- Spieler offline: 2



