
Castlevania Lament of Innocence
Castlevania Lament of Innocence Test / Review
Welcome to Castlevania…
Der langersehnte PAL Release zu Castlevania hat endlich seinen Weg in unsere Redaktion gefunden. Nachdem sich Japaner und Amerikaner schon seit fast einem halben Jahr durch das berüchtigte Schloss schlagen dürfen, haben wir gerade erst die Pforten durchquert:
Ihr befindet euch im 11. Jahrhundert. Sara, die Angetraute des Edelmanns Leon, verschwindet eines Nachts spurlos. Denkt Leon erst noch an eine gewöhnliche Entführung seiner Sara, öffnet ihm ein Alchemist die Augen und verrät ihm, dass niemand geringerer als das personifizierte Böse hinter der Entführung steckt. So macht sich Leon Belmont mit einer verzauberten Peitsche auf, Draculas Brut gehörig die Meinung zu geigen, denn dies scheint seine und seiner Nachfahren ewiger Bestimmung zu sein.
Zu Beginn des Spiels steht Leon vor der Wahl zwischen 5 verschiedenen Portalen. Jedes dieser führt in einen anderen Abschnitt (Kathedrale, alchimistisches Labor, Schlossgarten, Theater oder Verlies) von Castlevania. In den verschiedenen Arealen warten 80 sehr unterschiedlich gestaltete Gegner, mehrere End- und Zwischengegner, sowie Dracula höchstpersönlich auf euch.
Wie es sich für Castlevania gehört fehlen natürlich keine der typischen Waffen und Items wie das heilige Wasser, Kreuze, Äxte oder Upgrades für eure Peitsche. Während des Spieles entdeckt ihr zudem immer neue Combos, die euch helfen, die Gegnerhorden quer durch die schön gestalteten Räume zu schmettern. Und von diesen Räumen und Gängen gibt es wirklich viele. Das Schloss ist geradezu riesig! Daher nehmt euch meinen Ratschlag zu Herzen und arbeitet fleissig mit der über den "Select" Button aufrufbaren Karte.
Die Stimmung in Leons Abenteuer ist wirklich atemberaubend. In bisher keinem anderen Spiel wurde ich so detailreich und packend in die Szenerie versetzt wie hier. Die Gänge und Säle werden von wenigen Kerzenleuchten erhellt, welche perfekt in das unheimliche Ambiente passen. Hierzu muss ich sagen, dass zwar die 5 Abschnitte ziemlich abwechslungsreich gestaltet sind, jedoch trefft ihr innerhalb jedes Portals oft auf sich wiederholende Abschnitte. So wird das Gängelaufen oft zur nervigen Zwischenerscheinung. Auch nicht ganz geschickt umgesetzt ist das Auftauchen der Gegnerhorden. Habt ihr einen Raum "erledigt", geht weiter in den nächsten und kehrt sofort zurück, werdet ihr die gleichen Gegner in alter Frische gleich nochmals vorfinden. Trotzdem ist die Grafik in Castlevania wirklich atemberaubend. Selbst die Böden sind mit einem fast schon erschreckenden Detailreichtum versehen. Die Fallen wie schwingenden Pendel und einstürzenden Fussböden sehen im neuen 3D-Look sehr Furcht erregend aus. Die Protagonisten- und Gegneranimationen sind ebenfalls sauber und flüssig. Beeindruckend sind auch die bereits angesprochenen Lightningeffekte. Besonders aufgefallen ist mir dies beim Lebensenergieregenerieren (puh, langes Wort). Hier gab sich Konami keine Blösse. Jedoch haben sie einen Fehler gemacht: Die fest installiere Kamera ist nicht immer über alle Zweifel erhaben. Oft müsst ihr in wirklich ungewöhnlicher Kamerastellung durch den Palast irren. Im Gegensatz zu früheren Castlevania sind zum Glück die Springetappen spärlich gehalten. Bei dieser Kameraführung hätte dies zu einem grossen Frustfaktor werden können.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: Konami Tokio
- Publisher: Konami
- Spieler offline: 1



