James Bond 007: Alles oder Nichts

James Bond 007: Alles oder Nichts Test / Review

Bond is back!

Seit dem N64 Highlight “Goldeneye“ konnte kein Bond-Spiel mehr derart überzeugen wie der Egoshooter aus dem Hause Rare. Keines der folgenden Games konnte die Detailverliebtheit und das einzigartige Feeling der Filmvorlage auch nur annähernd so gut einfangen. Nach über vier Jahren Entwicklungszeit schickt sich EA nun aber an, eben dieses bereits recht betagte N64 Modul zu übertrumpfen.

Allein die Liste der mitwirkenden Stars liest sich mehr wie das Line-up eines Hollywoodstreifens als eines Videospiels: Pierce Brosnan (James Bond), Willem Dafoe (Nikolai Diavolo), Judi Dench (M), John Clees (Q) sowie die beiden weiblichen Hingucker Heidi Klum (Katya Nadanova) und Shannon Elisabeth (Serena St. Germaine). Und nicht nur die Liste der mitwirkenden Akteure erscheint absolut Filmreif: EA scheute keine Kosten und Mühen, das Spiel einem Kinofilm ebenbürtig zu machen. Vom sagenhaften Intro im unverkennbaren Bond-Style, über den eigens geschriebenen und von R’n’B-Star Mya eingesungenen Titelsong bis hin zur aufwendigen Synchronisation mit den Originalstimmen kann man als Spieler nur noch staunen. Über die Story möchte ich hier nicht zu viele Worte verlieren, um euch die Spannung nicht zu nehmen. Nur soviel: Es geht um Nanoroboter, den machtgierigen Russen Nikolai Diavola und der Plot könnte durchaus aus einem echten Kino-Bond stammen.

Doch wenn wir in der Vergangenheit etwas lernen mussten, so dass kein Spiel nur von Hollywoodgrössen und einer gewaltigen Inszenierung leben kann. Auch dies scheinen die Leute von EA inzwischen begriffen zu haben. Erscheint AoN anfänglich als simpler Third-Person-Shooter, zeigt der Titel mit fortschreitendem Spielverlauf immer neue Gameplay-Fassetten. Neben diversen Fahrt- und Flugmissionen, einigen (wenn auch leicht deplaziert wirkenden) Stealth-Einlagen à la “Splinter Cell“ und waffenlosen Faustkämpfen konnte mich besonders der mittels Digikreuz aktivierbare “Bond-Sense“ überzeugen. Habt ihr diesen genial inszenierten Wahrnehmungsverstärker aktiviert, wird nicht nur das laufende Spiel zum wechseln der Waffe oder aktivieren eines der zahllosen Agenten-Gadgets innert kürzester Zeit angehalten, sondern wichtige Objekte werden zusätzlich mittels rotem Leuchtrand hervorgehoben. So könnt ihr in aller Ruhe die Gegend abchecken und euer weiteres Vorgehen planen.

Denn trotz exzessivem Waffeneinsatz kommt ihr mit Köpfchen meist schneller zum Ziel und erhöht zudem noch eure Abschlusswertung. So solltet ihr die Vielzahl der von Tüftler Q zur Verfügung gestellten Gimmicks wie fernlenkbaren Metallspinnen, Tarnanzügen, Wärmesicht-Brillen und Greifhacken-Pistole auch nutzen. Insbesondere Letztere ist euch zum Erklimmen senkrechter Wände eine unabdingbare Hilfe und mitunter eines der coolsten Gadgets ever. Kommt es zur wilden Schiesserei (was sehr oft der Fall ist!), so könnt ihr euch auf Knopfdruck ducken, mittels Hechtsprung aus der unmittelbaren Gefahrenzone bringen oder an umliegende Wände pressen, um geschickt aus der Deckung zu feuern.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Electronic Arts
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 4

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