
Forbidden Siren
Forbidden Siren Test / Review
Ich schau durch deine Augen, kleiner Zombie…
Hanyuda, einst friedliches Küstendorf am Rande Japans, verwandelt sich über Nacht zu einem Ort des Grauens. Die Flüsse färben sich blutrot und mit Ausnahme von zehn Überlebenden mutieren alle Bewohner zu blutrünstigen Zombies. Nun ist es an den zehn Personen, die Hintergründe der mysteriösen Geschehnisse aufzudecken und dem in Dunkelheit liegenden Dorf lebend zu entkommen.
Die Handlung erstreckt sich über drei Tage. In insgesamt 78 Episoden wechselt der Spieler nicht nur zwischen den einzelnen Protagonisten sondern wechselt auch stets zwischen den zeitlichen Abläufen. Auf einen streng chronologischen Ablauf der Erzählung wurde verzichtet. So kommt es nicht selten vor, dass ihr nach dem durchleben eines Abends mit einer Person den Nachmittag des gleichen Tages aus den Augen eines anderen Überlebenden verfolgt. Ein jederzeit im Pausenmenü aufrufbarer Storybaum ("Scenario Link Navigator“) hilft, die zeitlichen Abläufe besser zu verstehen.
Pro Level gibt es jeweils zwei Missionen und somit auch zwei unterschiedliche Ausgänge aus dem jeweiligen Abschnitt, denn alle Areale werden mehrfach mit unterschiedlichen Charakteren und Zielen besucht. Somit könnt (und müsst) ihr oft beim ersten Besuch wichtige Vorarbeit für den zweiten Abstecher in denselben Level leisten. Öffnet ihr beispielsweise eine verschlossene Tür, so bleibt der Durchgang auch bei einem späteren Besuch offen. Doch Vorsicht: Benutzt ihr immer nur denselben Weg und Ausgang, kann es schon mal vorkommen, dass ihr euch in einer Storyschleife wieder findet. Aus dieser könnt ihr nur entfliehen, indem ihr ein alternatives Episodenende aufspürt. Dies artet meist in krampfhafte, akribische und frustige Suchenarbeit aus, was dem Spielspass an einigen Stellen einen starken Dämpfer verpasst.
Die Orientierung in den meist düsteren Levels wird euch ebenfalls nicht gerade erleichtert. So könnt ihr zwar jederzeit im Pausenmenü eine Karte aufrufen, diese verschweigt euch aber wichtige Informationen wie eure Position oder klar markierte Missionsziele. Insbesondere bei komplexeren Aufgaben und in Anbetracht, dass ihr auch für kommende Personen wie angesprochen Vorarbeit leisten solltet, kommt man sich als Spieler teilweise recht verloren vor.
Offene Kämpfe mit den zahlreichen Zombies solltet ihr wenn immer möglich vermeiden, denn zum einen lassen sich diese nur für einen gewissen Zeitraum ausser Gefecht setzten und zum anderen reicht schon ein Schuss oder eine längere Berührung für euren Bildschirmtod. Laute Geräusche wie Schüsse oder Schreie locken zudem oft nur weitere Feinde an. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr oftmals mit einer hilflosen Begleitung unterwegs seid. Werdet ihr also von einem Gegner entdeckt, solltet ihr euch besser aus dem Staub machen als euch dem Feind zu stellen.
Game Info
- Genre: Survival-Horror
- Entwickler: SCEJ
- Publisher: SCEE
- Spieler offline: 1



