
Shin Megami Tensei: Persona 4
Shin Megami Tensei: Persona 4 Test / Review
Nebst euren Beziehungen gilt es aber auch, die Charakterzüge eures Helden selbst stets zu verbessern, die sich in Kategorien wie Wissen, Verständnis oder Mut unterteilen. So könnt ihr nach der Schule in der Bibliothek für Prüfungen büffeln um als Klassenbester das Ansehen eurer Mitschüler zu verdienen oder lest Bücher um euch beispielsweise mehr Mut einzuflössen und zusätzlich Dialog-Optionen wie direktere Annäherungsversuche an das weibliche Geschlecht freizuschalten. Manche Beziehungen lassen sich ab einem bestimmten Punkt gar erst weiterentwickeln, nachdem eine eurer Charakterzüge ein gewisses Limit überschritten hat. Wie bereits in Persona 3 sind diese Aktivitäten aber weit mehr als Mittel zum Zweck und tragen massgeblich zum Abwechslungsreichtum des Spiels bei. Zwar sollte man aufgrund des begrenzten Zeitlimits immer darauf bedacht sein, etwas Sinnvolles mit der gegebenen Freizeit anzustellen, doch ob man die Fernseh-Welt lieber in einem grossen Stück in Angriff nehmen will oder zwischen seinen Beziehungskisten hin und wieder einen Abstecher wagt, ist jedem selbst überlassen.
Als PlayStation 2 Titel im Jahre 2008 hatte bereits der dritte Teil einen harten Stand gegen die HD-Konkurrenz der aktuellen Konsolengeneration und ein Jahr darauf fällt es auch Persona 4 schwer, technisch zu begeistern. Doch das einzigartige, moderne Design hilft ohne Weiteres über die verwascheneren Texturen und kantigen Polygon-Figuren hinweg und verleiht dem Spiel enorme Persönlichkeit mit vielen, sorgfältig implementierten Details sowie einer durchdachte Fernseh-Ästhetik, sogar mit künstlichen Scan-Linien am Bildschirmrand. Die wunderschön gezeichneten Zwischensequenzen im Anime-Stil sorgen in besonderen Momenten zudem für die passende Stimmung. Das Design der Gegner und Persona ist clever und variantenreich, doch insbesondere hier wurde gegenüber dem dritten Teil grosszügig recycelt und wiederverwertet. In den eckigen Verliesen der Fernseh-Welt sorgt zudem die hakelige Kamera oft für etwas Kopfzerbrechen.
Der extrem japanische Stil von Persona 4 wird unterstrichen mit tollen J-Pop und J-Rock Klängen, doch besonders hier dürften sich die Geister aufgrund verschiedener Geschmäcker streiten. Die Soundeffekte sind auch hier beinahe allesamt vom Vorgänger übernommen, doch einmal mehr überzeugt vor allem auch die englische Vertonung mit einer hervorragenden Performance. Sämtliche Figuren klingen sehr authentisch mit einprägsamen Charakterzügen, ungläubigen Stotterern, Aufschreien und Seufzern, welche den Dialog bereichern. Allerdings ist insbesondere zu Beginn des Spiels einiges an Geduld gefragt, da viele Dinge oft mehrmals wiederholt werden, nur um gaaaanz sicher zu gehen, dass auch jeder den zugegebenermassen bizarren Entwicklungen folgen kann. Wer zudem des Englischen nicht mächtig ist, wird leider einmal mehr im Stich gelassen, da auch die Texte nicht ins Deutsche übersetzt worden sind.
am 24.03.2009 14:59
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Rollenspiel
- Entwickler: Atlus
- Publisher: Square Enix, Koch Media
- Spieler offline: 1
- Releasedatum: 11.03.2009 (erschienen)




