
Rainbow Six 3
Rainbow Six 3 Test / Review
Auf der Xbox erschien Rainbow Six 3 bereits gegen Ende des letzten Jahres und ist seither für viele schlichtweg der beste Taktik-Shooter auf Microsofts Konsole. Umso erfreulicher für alle PS2-Fans, dass Publisher Ubisoft den Titel nun auch auf die Sony-Hardware bringt.
In der Rolle von Dingo Chavez führt ihr aus der Egoperspektive ein vierköpfiges Sondereinsatzkommando an. Im Vergleich zur PC-Version wurde das Gameplay für die Konsole deutlich angepasst. So legten die Entwickler bei der PS2-Version mehr Wert auf Action und einfache Zugänglichkeit, ohne aber den Realismus zu vernachlässigen. So wurde beispielsweise auch auf das zeitintensive, manuelle Ausrüsten eurer Mannen komplett verzichtet.
Um die bevorstehenden 15 Missionen (eine davon PS2-exklusiv) erfolgreich zu absolvieren ist es unerlässlich, euer Team geschickt zu kommandieren. Mit simpler Rambo-Taktik werdet ihr sehr schnell an eure Grenzen kommen, denn das Schadensmodell eures Charakters sowie eurer Kameraden verzeiht fast keine Fehler. So reichen wenige Treffer für das virtuelle Ableben eures Charakters. Die Kommunikation mit eurem Team erfolgt wahlweise über Sprachbefehle via Headset oder über ein äusserst intelligentes Interface: Wann immer ihr ein Objekt zur Interaktion wie eine Türe, Bombe oder Geisel mit dem Fadenkreuz markiert, erscheint ein entsprechendes Symbol in der unteren Mitte auf dem Bildschirm. Durch einen kurzen Druck auf die X-Taste gebt ihr eurem Team den einfachsten Befehl (wie Gehe zu, Öffnen, Entschärfen oder Sichern). Haltet ihr den Button jedoch gedrückt, öffnet sich ein Menü, aus welchem ihr differenziertere Befehle (wie "Öffnen, Blendgranate und sichern“) auswählen dürft. Alle Kommandos können zusätzlich auch auf Zulu ausgeführt werden, wobei euer Team nach dem Aufruf des Befehls erst nach einem Druck auf R2 die Aktion ausführt.
Euer KI-Team agiert dabei weitgehendst intelligent und führt eure Befehle zu 99 Prozent zufrieden stellend aus. So könnt ihr an vielen Stellen in Deckung bleiben und den CPU-Kollegen die Arbeit überlassen. Eines sollte euch aber immer klar sein: Ihr seid ein vierköpfiges Team und somit sind eure Mitstreiter ohne eure Deckung oftmals deutlich verwundbarer als wenn ihr mit ihnen in Formation kämpft. So müsst ihr mit zunehmender Spielzeit lernen, mit eurem Team als Einheit zu funktionieren, was dem Spiel einen ganz besonderen Reiz verleiht.
Doch Rainbow Six 3 ist nicht nur für den Einzelspieler interessant. Allein die Möglichkeit, per Split-Screen alle Missionen zu zweit kooperativ anzugehen, birgt eine Menge Potential und war auf der Xbox noch nicht möglich. Bei vorhandenem Netzwerkadapter warten zudem die Multiplayer-Modi "Überleben“, "Team-Überleben“ und "Scharfschütze“ auf bis zu sechs willige Online-Söldner. Features wie Voice-Chat oder Freundesliste sind natürlich auch enthalten. Einziger Wehrmutstropfen ist die unserer Meinung nach etwas magere Spielerzahl von sechs Personen. Dafür warten auf PlayStation2-Spieler vier neue Maps, wodurch deren Anzahl auf insgesamt zehn steigt.
Game Info
- Genre: Taktik-Shooter
- Entwickler: Ubisoft Shanghai
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 2
- Spieler online: 6



