
Die Geistervilla
Die Geistervilla Test / Review
Ein Spiel zu einer Freizeitpark-Attraktion? Disney kann scheinbar alles!
Das Spiel basiert nicht, wie vielleicht viele anhand des Titels annehmen mögen, auf dem gleichnamigen Kinofilm mit Eddie Murphy, sondern stützt sich auf eine Disneyland Attraktion mit demselben Namen (auf englisch "Haunted Mansion“). So ist es auch kein Wunder, dass ihr nicht mit Eddie Murphy durch das verwunschene Haus schleicht. Vielmehr schlüpft ihr in die Haut des blassen Zeke Holloway, der in der berühmten Geistervilla den übel gelaunten Bewohnern zur ewigen Ruhe verhelfen muss.
Um dies zu schaffen, müsst ihr alle Räume der Villa von Geistern befreien. Dazu erhaltet ihr zu Beginn des Spiels eine magische Laterne. Die Säuberung läuft in allen Räumen nach dem gleichen Prinzip ab: Erst müsst ihr das Rätsel des Raumes lösen, um das Licht zu aktivieren. Dabei stellen sich euch neben vielen Denkaufgaben auch die Geister selbst in den Weg, welche ihr mit Hilfe eurer Laterne abschiessen könnt. Habt ihr das Licht aktiviert, so werden die Geister geschwächt und verstecken sich im herumstehenden Mobiliar, wo ihr sie aufschrecken und mit eurem vielseitigen Lichtspender einsaugen könnt. Durch das Erfolgreiche einsammeln der Geister öffnen sich euch nach und nach alle Räume der Villa.

Die Puzzles sind meist fantasievoll designt und hüllen die im Grunde simple Suche nach dem Lichtschalter des jeweiligen Raumes in abwechslungsreiche Aufgaben. So wird euer Charakter Zeke in einem Raum beispielsweise auf die Grösse von wenigen Zentimetern eingeschrumpft und auf einen nun übergrossen Billardtisch von einem Queue ins Visier genommen. Erst wenn ihr alle Bälle über die weisse Kugel versenkt habt, erscheint der rettende Lichtschalter.
Leider kann nicht das gesamte Gameplay mit dem hohen Standard der Rätsel mithalten. Die absolut uninspirierten Kämpfe mit den (immer wieder auftauchenden) Geistern sowie das immer gleiche Prozedere zum Suchen und Einfangen der geschwächten Seelen wird schon nach kurzer Spielzeit zu einer eher langwierigen, mehr als Zeitverschwendung wirkender Angelegenheit. An solchen Stellen musste ich mich häufigen fast schon zum weiterspielen zwingen.
Ein weiters Manko ist, dass Zeke über keinerlei Defensivfähigkeiten verfügt. Insofern ist dies ärgerlich, da ihr im späteren Spielverlauf oft einer ganzen Horde Gegnern gegenübersteht, die eben diese Fähigkeit beherrschen und eure Schüsse gnadenlos abblocken. Da ihr nur an den sporadisch verteilten Standuhren speichern dürft, kommt es so immer wieder vor, dass ihr nach einem Ableben ganze Abschnitte mit drögen Kampfeinlagen wiederholen müsst.
Die grafisch Präsentation hinterlässt einen ähnlich zwiespältigen Eindruck: Während einige Räume wirklich schön anzusehen sind und das Auge mit gelungenen Details entzücken, kommen andere in einem eher unterdurchschnittlichen Stil daher und hinterlassen einen absolut lieblosen Eindruck. Dem Gegnerfeld mangelt es zudem deutlich an Abwechslung, so dass ihr abschnittsweise auf die immer gleichen Widersacher trefft. Dank stabiler Framerate und einigen schönen Lichteffekten schafft es der Titel aber immerhin noch in die 6er Grafikwertung.
Game Info
- Genre: Action-Adventure
- Entwickler: TDK
- Publisher: Take2
- Spieler offline: 1



