
Seven Samurai 20XX
Seven Samurai 20XX Test / Review
Sieben soll eine Glückszahl sein? – Nicht bei diesem Spiel!
Die Idee zur Story hinter Sammys Seven Samurai 20XX stammt aus dem japanischen Film "Seven Samurai“ vom japanischen Kult-Regisseur Akira Kurosawa. Wie im fast gleichnamigen Schwarz-Weiss-Film geht es auch im Videospiel um sieben Samurais, die ein armes Dorf und dessen Einwohner vor Plünderern beschützen. Einziger Unterschied zur Geschichte des Vorbildes ist, dass die Story aus dem feudalen Japan in ein düsteres Endzeit-Setting versetzt und die Plünderer durch endlose Horden von humanoiden Robotern ersetzt wurden.
So übernehmt ihr die Rolle des Jungen Schwertkämpfers Natoe, der die restlichen sechs Samurais erstmals zusammenführen muss. So kämpft ihr euch in purer Beat’em Up Manier Raum für Raum durch eine Unmenge von Gegnern. Die Steuerung ist dabei denkbar einfach: Über die Viereck-Taste führt ihr einen Schlag aus, über Dreieck wird geblockt und mittels X-Button dürft ihr schnelle Ausweichschritte vollführen. Durch mehrfaches Drücken der Angriffstaste könnt ihr einzelne Schläge zu grösseren Combos zusammenführen. Mit dem gleichzeitigen Druck auf L1+R1 könnt ihr eine gewisse Zeit mit zwei Schwertern noch fester und schneller zuschlagen.
Das gesamte Abenteuer spielt sich dann folgendermassen von A-Z gleich: Ihr kommt in einen Raum, die Ausgänge werden blockiert, ihr bekämpft eine Horde von variantenlosen Gegnern, der Raum öffnet sich, ihr lauft in den nächsten Raum, Cutscene, die Ausgänge werden blockiert, ihr bekämpft alle Gegner… Unnötig diese Aufzählung weiterzuführen. Bis auf einige offenere Flächen, in denen ihr von Passanten unnötige Dialoge abfragen dürft, und grössere Zwischenbosse sucht ihr in Seven Samurai auch nur den kleinsten Funken Abwechslung vergebens. Schon unfreiwillig komisch wirkt da die Möglichkeit, für die simplen Räumlichkeiten eine Karte einblenden zu können! Dank der absolut anspruchslosen Steuerung sowie der sozusagen nicht vorhandenen Gegnerintelligenz bleibt das eigentliche Gameplay stets auf simplem "ich drücke möglichst schnell auf den immer gleichen Button“-Niveau.
Grafisch kann der Titel ebenfalls nicht wirklich überzeugen. Zwar wurden die Charaktere schön designt und im Kampf können diverse Partikel-, Zeitlupen und Lichteffekte das Spielerauge erfreuen, dies wird aber scheinbar mit unerträglich starken Slowdowns erkämpft. Kaum ein Kampf vergeht, ohne dass die Bildrate mindestens einmal grob in die Knie geht. Zu diesem gravierenden Manko kommt noch hinzu, dass die Umgebungsgrafiken keinesfalls vor Details strotzen und eher karg daherkommen.
Die Hintergrundmusiken unterstreichen den lieblosen Stil der Umgebungen perfekt mit zu wenigen, absolut uninspirierten Trommel-Stücken, die bei gröberer Action mit unpassenden Gitarrenriffs komplettiert werden. Zum Glück heben die gelungene englische Synchronisation als auch die annehmbaren Soundeffekte den Titel aus dem Soundwertungs-Tiefststand.
am 17.04.2004 18:30
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Sammy
- Publisher: Atari
- Spieler offline: 1



