
Splinter Cell: Pandora Tomorrow
Splinter Cell: Pandora Tomorrow Test / Review
Ein Sam für alle Fälle…
Knapp drei Monate nach der Veröffentlichung der Xbox- und PC-Version von Sam Fishers neustem Einsatz können nun auch endlich die PlayStation Anhänger wieder in die Haut des Meisterspions schlüpfen. Bereits im Vorfeld stark diskutiert wurde dabei über die grafische Qualität der kommenden Portierung von der leistungsfähigeren Microsoft Hardware auf die doch schon etwas betagtere PS2. Ohne zu viel zu verraten kann ich jedoch alle Zweifler schon an dieser Stelle ruhig stellen: Die PS2-Version ist kaum von dem Xbox-Pendant zu unterscheiden.
Doch Mister Fisher infiltriert nicht nur aus purer Freude allerlei Gebiete rund um den Globus, sondern ist auf der Jagd nach dem indonesischen Guerilla-Führer Suhadi Sadono. Dieser droht den USA mit einem terroristischen Anschlag mittels Pockenviren. Meldet sich der Schurke nicht regelmässig bei seinen Handlangern, kommt es zur tödlichen Epidemie. Die insgesamt acht Missionen führen euch dabei rund um den Erdball. Der Einsatz beginnt mit dem noch vergleichsmässig einfachen Infiltrieren der US-Botschaft in Ost-Timor, führt euch danach aber in die heikleren Gebiete nach Paris, Jerusalem und schliesslich in den Flughafen von Los Angeles. PlayStation-Spieler kommen dabei als kleine Wiedergutmachung für die lange Wartezeit in den Genuss einer exklusiven, neunten Mission im Dschungel von Indonesien.
Wie im Vorgänger habt ihr nur eine Chance die teilweise doch recht anspruchsvollen Missionen erfolgreich zu beenden, wenn ihr grösstenteils unentdeckt bleibt. Niemals ist es Ziel der Mission einen Gegenspieler zu töten. Teilweise ist es gar Pflicht ohne tödlichen Einsatz der Waffe durch gewisse Abschnitte zu kommen. Zu aggressives Vorgehen wird vom Spiel nicht selten gnadenlos bestraft. Viel besser fährt man also, wenn der Gegner lautlos von hinten KO geschlagen und sodann in einer dunklen Ecke versteckt wird. Werdet ihr jedoch trotz aller Schleicherei von einer Wache oder Kamera entdeckt, lösen die feindlichen Patrouillen sofort Grossalarm aus. Die Konsequenz: Schon bei der ersten Entdeckung rüsten sich sämtliche Terroristen mit kugelsicheren Westen aus, beim zweiten Alarm ziehen sie gar Helme an. In dieser Montur sind die Schurken selbst für geübte Spieler nur noch schwierig auszuschalten.
Um auch wirklich lautlos durch die verschiedenen Abschnitte zu kommen, beherrscht der Topagent neben den bekannten Fähigkeiten wie der gebückten Schleichhaltung, dem Anpressen an Wände, dem Werfen von Gegenständen zur Ablenkung oder dem Erklimmen von Drahtzäunen einige neu Akrobatik-Tricks: Dank dem "SWAT-Turn“ könnt ihr blitzschnell an offenen Türen vorbeihuschen und mit Hilfe des "Half-Split-Jumps“ klemmt sich euer alter Ego zwischen zwei Wände um durch anschliessende Gewichtsverlagerung nach senkrecht oben zu klettern. Auch dürft ihr euch nun an Rohren mit den Beinen festhaken um mit den freien Händen einen Widersacher aufs Korn zu nehmen. Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, feindliche Söldner durch einen Pfiff oder (PS2-exklusiv) Spracheingabe via Headset anzulocken und damit von Kollegen zu separieren.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Ubisoft Shanghai
- Publisher: Ubisoft
- Spieler offline: 1
- Spieler online: 4



