
Drakengard
Drakengard Test / Review
Drachen-Märchen von Square Enix – mit einigen Problemen…
Square Enix auf Abwegen: Der sonst für seine herausragenden Rollenspiele bekannte Entwickler begibt sich jedoch nicht zum ersten Mal mit einem eher actionlastigen Titel auf untypisches Genre-Terrain. Für einmal werdet ihr nicht Mitten in eine riesige RPG Welt gestellt, sondern müsst euch von Anfang an direkt auf dem Schlachtfeld beweisen.
Caim, der Held des Spiels, rückt aber nicht nur zur eigenen Freude auf das Schlachtfeld aus, wo sich die zwei verfeindeten Fraktionen, die Union und das Empire, nicht gerade zimperlich anfassen. Wie es der Zufall so will besitzt nur Caims Schwester und Halbgöttin Furiae die Macht, die Harmonie in der Welt wieder herzustellen. - Und eben diese wird vor den Augen unseres Helden vom bösen Empire entführt. Das Ziel des jungen Kämpfers ist klar: Die Rettung der Schwester und somit der von Chaos regierten Welt. Ihm zur Seite steht glücklicherweise ein Drache, mit welchem er einen Pakt einging.
Das Gameplay von Drakengard ist in zwei verschiedene Parts geteilt: Entweder ihr bekämpft die bösen Truppen des Empires zu Fuss mit Hilfe von einer der insgesamt 64 im Spiel verteilten Waffen, oder ihr schwingt euch auf den Rücken eures Drachen um gegen Luftschiffe und fliegende Ungeheuer anzutreten.

Der Kampf zu Fuss erinnert stark an Koeis "Dynasty Warriors“. Auf grossflächigen Arealen steht ihr meist einer Unzahl von gegnerischen Soldaten gegenüber und ihr arbeiten euch förmlich durch die Gegnermassen. Angesichts der sehr bescheidenen Intelligenz mit welcher eure Widersacher agieren, verwundert es jedoch kaum, dass man euch gleich dermassen viele von ihnen entgegenschickt. So bemerkten euch die einzelnen Gruppen der Gegenpartei erst bei direktem Sichtkontakt aus nächster Nähe und scheinen mehr oder weniger stumpfsinnig und ohne jegliche Taktik auf euch zuzustürmen. Weiter entfernte Feinde schauen dabei tatenlos zu, wie ihr deren Kollegen niedermetzelt.
Genauso variationsarm wie die gegnerische KI gestaltet sich auch der Kampf an sich. Für jede Waffenart stehen nur eine Schlagfolge sowie eine magische Attacke zur Verfügung. Dadurch beschränkt sich eure Aktionsvielfalt leider in den meisten Fällen auf das Drücken der zwei Buttons. Einzige Abwechslung bietet das in manchen Missionen möglich herbeirufen des Drachens. Mittels der Select-Taste könnt ihr euch so in den Sattel schwingen und den Schergen des Empires durch die Feuerbälle eures Verbündeten mächtig einheizen.
In den reinen Luftgefechten nehmt ihr fest auf dem Rücken eures namenlosen Drachens Platz um die fliegenden Kontrahenten (seien es Monster oder Maschinen) mittels einer einfachen Lock-On Funktion aufs Korn zu nehmen. Auch hier dürft ihr auf eine mächtige Spezialattacke zurückgreifen um im Kampf gegen eine Überzahl nicht den Kürzeren zu ziehen. Dank der eindeutig besseren Inszenierung spielen sich die Luftkämpfe deutlich flüssiger und abwechslungsreicher als die Fights auf festem Untergrund.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Square Enix
- Publisher: Atari
- Spieler offline: 1



