Driv3r

Driv3r Test / Review

Der dritte Teil von Driver könnte glatt der Erste sein…

Lange war es ruhig um Undercover-Cop Tanner und die auf der PSone bei vielen Spielern beliebte Driver-Serie. Doch Entwickler Reflections bringt den wortkargen Hüter des Gesetzes nun doch noch auf die Konsolen der aktuellen Generation.

Diesmal muss sich Tanner gleich einer ganzen Bande von Autoschmugglern unter der Führung der gleichermassen gut aussehenden wie skrupellosen Drahtzieherin Calita stellen. Um alle am Geschäft beteiligten Ganoven ihrer gerechten Strafe zuzuführen, muss Tanner die Organisation als verdeckter Ermittler unbemerkt infiltrieren um das Vertrauen der gnadenlosen Anführerin zu gewinnen. – Dass er zum erfolgreichen Abschluss seiner Mission die Grenzen des Gesetzes selbst regelmässig brechen muss versteht sich dabei von selbst.

Die Geschichte hinter Driv3r beginnt mit einem absolut hollywoodreifem, gerendertem Intro, welches gleichzeitig das Ende des Erzählstranges darstellt. So wird euch schon Anfangs ein Eindruck darüber vermittelt wie das Abenteuer enden wird, ohne jedoch klare Anhaltspunkte über den Verlauf der vorherigen Ereignisse zu liefern. Ein Spannender Einstieg ist so garantiert.

Eure Aufgabe führt dann während rund 30 Missionen der Reihe nach durch Städten Miami, Nizza und Istanbul. Die Geschichte wird zwischen Aufträgen durch qualitativ hochwertige Videos weitergeführt. Der Plot bleibt bis zum Ende spannend, erreicht aber zu keinem Zeitpunkt ein höheres Niveau als ein 08/15 Actionfilm. Die eher minimalistische Storyline passt aber perfekt zum Gefühl des spielbaren Filmes, welches Driv3r von Anfang mehr als gelungen vermittelt. Dieses Feeling wird zusätzlich durch kurze Zusammenfassungen der bisherigen Ereignisse nach dem Laden eines Spielstandes zusätzlich unterstützt. Ein Feature, das es bis anhin noch in keinem Videospiel zu bewundern gab.

Das eigentliche Spiel wurde wie beim Vorgänger im ungefähren Verhältnis eins zu vier in Fuss- und Fahrmissionen aufgeteilt. Wie in Rockstar’s GTA dürft so in jedes der rund 70 Fahrzeuge, von Wespa über Harley, Kleinwagen und Musclecars bis zu wuchtigen Trucks und Booten, "konfiszieren“ und für eure Zwecke missbrauchen. Die aus den Vorgängern bekannte Fahrphysik wurde dabei zwar verfeinert, jedoch keinesfalls schwerwiegend verändert. Noch immer reagiert die Federung der Wagen unnatürlich stark auf sämtliche einwirkenden Kräfte und Manöver, wodurch das Gefühl des Wagengewichts gut zur Geltung kommt. Die kontrollierte Handhabung der einzelnen Fahrzeuge setzt zwar für Neueinsteiger in die Serie ein wenig Übung voraus, doch schon nach den ersten virtuellen Kilometern werden den meisten Spielern schon die perfektesten Drifts um enge Kurven gelingen.

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Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Reflections
  • Publisher: Atari
  • Spieler offline: 1

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