
Driv3r
Driv3r Test / Review
Wirklich beeindruckend ist dafür der Umstand, dass sämtliche fahrbaren Untersätze mit entsprechender Waffengewalt (Granatwerfer anyone?!) komplett in ihre Einzelteile zerlegt werden können! So könnt ihr einzelne Scheiben zerschiessen, die Karosserie mit Einschüssen verunstalten, Räder, Kotflügel und dergleichen abreissen oder den Boliden gleich komplett durch eine gezielte Granate im hohen Bogen durch die Luft wirbeln lassen. Besonders mit den grosskalibrigen Argumentationsverstärkern wird dies zu einer wahren Gaudi und gleichzeitig beeindruckenden Demonstration des atemberaubenden Schadensmodells. Einfach nur Atemberaubend!
Abseits der vielen Partikel und Lichteffekte bei den Kollisionen und sonstigen Zerstörungen der Fahrzeuge sowie des Tag-Nacht-Wechsels kann der Titel aber auch grafisch bedauerlicherweise kaum überzeugen. Die von uns schon im Preview bemängelten Pop-Ups sowie das starke Anti-Aliasing Problem (Kantenfimmern) wurde nur minimal behoben. So erscheinen Wagen, Passanten und Häuser noch immer in einiger Entfernung wie aus dem Nichts in eurem Sichtfeld. Hinzu kommt erschwerend, dass sich zu keinem Zeitpunkt aussergewöhnlich viele Objekte gleichzeitig auf dem Bildschirm bewegen. Von einer Überbeanspruchung der Hardware kann von mir aus gesehen also ebenso wenig die Rede sein. Ebenfalls keine Seltenheit sind gelegentliche Blicke in Mauern und ähnliches. Eine solche Anhäufung von Bugs dürfte es in einem fertigen Spiel einfach nicht geben!
Neben dem missionsbasierten Spiel bietet der dritten Driver Teil immerhin noch einige nette Extras. Allen voran der gelungene "Director Mode“, in welchem ihr die Replays von euren Einsätzen nach eurem Gusto zusammenschneiden könnt. Ob Kameraposition, Schwenkbewegungen, Zoom oder zusätzliche Effekte – beinahe jeden erdenklichen Parameter des eigenen Filmes dürft ihr selbst bestimmen. Den Modus "freie Fahrt“ benützt ihr am besten um die drei Städte besser kennen zulernen oder einfach mal um "einen drauf zu machen“. Braucht ihr eine entsprechende Herausforderung, wählt ihr am besten eines der Fahrspiele "Verfolgungsjagd“, "Nichts wie weg“, "Trailer Blazer“, "Checkpot Rennen“ oder "Überleben“. Weitere Erklärungen zu den einzelnen Modi können wir uns wohl aufgrund der aussagekräftigen Titel sparen. Leider wurde diesen Mini-Games eine Highscore Liste komplett vorenthalten. Spass macht die sinnfreie Raserei aber dennoch um ein Vielfaches mehr als die Missionseinsätze zu Fuss!
Musikalisch gingen die verantwortlichen Leute von Reflections da schon einen besseren Weg. Die mehrheitlich rockigen Tracks unterstreichen die Coolness von Protagonist Tanner perfekt und passen jederzeit zum filmreifen Ambiente der Cutscenes. Unterstützt wird dies auch durch die gelungene, deutsche Synchronisierung. Bis auf seltene Fehlgriffe bei der Abmischung der Lautstärke kann die Sprachausgabe problemlos überzeugen. Wahlweise dürft ihr natürlich auch den original englischen Sprecher lauschen, unter welchen sich bekannte Namen wie Ving Rhames, Mickey Rourke, Michelle Rodriguez, Iggy Pop und Michael Madsen finden.
am 24.06.2004 9:41
Fazit
Wertung
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Reflections
- Publisher: Atari
- Spieler offline: 1



