Red Dead Revolver

Red Dead Revolver Test / Review

Spiele mit der Thematik im Stil der alten Western-Filme gibt es nur wenige. Umso erfreulicher, dass Rockstar mit Red Dead Revolver die PS2-Palette um genau einen solchen Titel erweitert.

Genau wie das Szenario könnte auch die Story um Titelheld Red Harlow direkt aus einem Clint Eastwood Film stammen: Als Teenager muss Red miterleben, wie seine Eltern von einer Bande Gesetzesloser kaltblütig ermordet werden. Der Angriff ist jedoch kein Zufall, denn Red’s Vater ist kurz zuvor auf eine Goldader gestossen. Unglücklicherweise hatte sein Partner keine Lust den Gewinn zu teilen.

Genau zur Zeit des Angriffes auf die Eltern setzt das Spiel mit einer Art Trainingslevel ein. Als junger Red lernt ihr in ein paar kurzen Sequenzen den Umgang mit der Waffe um daraufhin den Angreifern (erfolglos) Paroli bieten zu können. Die Steuerung ist dabei relativ simpel gehalten: Während der linke Analog-Stick zum bewegen des Charakters dient, könnt ihr das rechte Pendant zur Ausrichtung des Fadenkreuzes bei gezogener Waffe (L1) verwenden. Geschossen wird gewohnterweise durch einen beherzten Druck auf R1. Nach der Einführung folgt ein Zeitsprung und ihr übernehmt fortan die Kontrolle über den inzwischen erwachsenen Red, der seine Brötchen als Kopfgeldjäger verdient und den ungesühnten Mord an seinen Eltern nun endlich rächen will.

Grundsätzlich ist Red Dead Revolver ein ziemlich geradliniger Third Person Shooter. Von verschiedenen Cutscenes unterbrochen schlagt ihr euch durch die 27 Kapitel. In einem Grossteil der Levels ist das simple Ziel, die begrenzte Spielfläche komplett von Ganoven zu befreien. Damit das Spiel jedoch nicht zu eintönig wird, haben die Entwickler das Ganze erfreulicherweise mit zusätzlichen Gameplay-Elementen gewürzt. Dank dem "Dead Eye Mode“ bringt ihr das Spiel auf Knopfdruck beinahe zum Stillstand und dürft dann mittels Fadenkreuz gleich mehrere Ziele gleichzeitig anvisieren. Habt ihr für jede verbleibende Kugel im Magazin eurer Waffe ein Ziel gefunden, feuert Red die Schüsse fast gleichzeitig und zielgenau ab. Bei gewissen Konfrontationen wird das bleihaltige Vergnügen zudem durch Duelle unterbrochen. Hier zieht ihr über den linken Stick möglichst schnell die Waffe um danach in Zeitlupe einzelne Zielpunkte auf dem Gegenüber fixiert.

Um zusätzlich Abwechslung ins Spiel zu bringen, schlüpft ihr im Laufe des Abenteuers auch mehrmals die Haut eines anderen (nicht nur befreundeten) Charakters, welcher mit der Story um Red’s Rachefeldzug in Verbindung steht, oder sattelt euer Pferd und verfolgt Postkutschen oder Züge. Leider ist besonders das Zielen zu Pferd nicht ganz perfekt gelöst und verlangt euch ein wenig Übung ab. Ebenfalls nicht ganz perfekt gelöst ist das Schiessen aus der Deckung. Immer wieder passiert es, dass ihr am Rande einer Mauer zwar vom Gegner getroffen werdet, die Kollisionsabfrage aber ein Schiessen eurerseits verunmöglicht. Ein weiteres, wenn auch nicht sehr spielentscheidendes Manko ist die sehr hackelige Sprungsteuerung. In diesen Punkten wäre etwas mehr Feinarbeit seitens der Programmierer sehr wünschenswert gewesen.

Diese Seite mit anderen teilen

Game Info

  • Genre: Action
  • Entwickler: Rockstar San Diego
  • Publisher: Take2
  • Spieler offline: 1

Leserwertung

Ihr sagt
-.-
-
Wir sagen
7.5
OK
Du sagst
-.-
-
Impressum | Werbung | AGB | RSS-Feeds
Verlinkt durch: games-news.de | spieleradar.de
© 2002-2012 by 2PLAY.CH Schweiz