
Zone of the Enders: The 2nd Runner
Zone of the Enders: The 2nd Runner Test / Review
Zone of the Enders war zum Release vor 2 Jahren ein echtes Grafikwunder und liess manchen PS2-Bsitzer mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen. Ein Phänomen, das auch bei ZOE2 bestimmt wieder auftreten wird!
Das Auffälligste an Zone of the Enders 2 ist ohne Frage die Grafik. Während schon der erste Teil ein wahres Feuerwerk an Effekten abbrannte, setzten die Entwickler mit dem zweiten Teil noch klar eins drauf. So befinden sich nicht nur deutlich mehr Objekte und Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm, sondern auch die Menge der hervorragenden Licht- und Partikeleffekte wurde um eine ganze Ecke gesteigert. Zusätzlich kommt für Explosionen und Raucheffekte die Cel-Shading Technik dezent zum Einsatz. Einzig die gelegentlich auftretenden Slowdowns in grösseren offenen Abschnitten fallen leicht störend ins Gewicht. Aufgrund der enormen Grafikpracht sind diese aber mit Sicherheit verschmerzbar. Kurz gesagt: ZOE2 ist ein technisches Meisterwerk und holt beinahe ungeahnte Fähigkeiten aus euerer PlayStation2.
Die Story hinter The 2nd Runner knüpft an den ersten Teil an, wobei der Held aus dem ersten Teil, der "1st Runner“ Leo Stenbuck, jedoch nur einen kürzeren Gastauftritt hat. Der neue Held hört auf den Namen Dingo Egert und ist seines Zeichens Minenarbeiter auf einem Eisplaneten. Just in dem Moment, in welchem er den gigantischen Orbital Frame Jehuty inmitten der gigantischen Eiswüste findet, wird sein Transportschiff von der skrupellosen Separatistengruppe BAHRAM angegriffen. So bleibt im keine andere Wahl, als die Kraft von Jehuty zu nutzen, um seine Freunde zu retten. Wie sich herausstellen wird, eine mehr als folgenschwere Entscheidung…
Wir gehen hier bewusst nicht näher auf die mittels wunderschöner, handgezeichneter Mangas erzählte Storyline ein. Nur eines sei noch gesagt: Wie von Konami nicht anders gewohnt, bietet die Geschichte hinter dem Game einige unerwartete Wendungen und sorgt so für anhaltende Spannung. Auch werden einige unbeantwortete Fragen des ersten Teils aufgelöst. Wer übrigens ZOE nie gespielt hat, kann sich in einem kurzen Film über die Geschehnisse des ersten Teils aufklären lassen.
An der Steuerung hat sich im Vergleich zum ersten Teil wenig verändert, so dass sich Spieler von ZOE schnell zurechtfinden werden. Neu hinzugekommen ist aber beispielsweise die Möglichkeit, mehrere duzend Gegner gleichzeitig ins Lock-On zu nehmen und mittels vieler kleiner Lenkraketen auszuschalten. Dies ist aufgrund der deutlich erhöhten Gegnerzahl ein willkommenes Feature. Ebenfalls neu ist die Fähigkeit, nach Gegnern und Gegenständen greifen zu können um diese als Schutzschild, Nahkampfwaffe oder Wurfgeschoss missbrauchen zu können. Besonders bei grösseren Gegnern machen sich die 14 teilweise neuen und effektiveren Subwaffen mehr als bezahlt.
Leider ist eines der grössten Mankos des ersten Teils, die oft störrische Kamera, auch im zweiten Teil erhalten geblieben. Besonders bei Kämpfen in engeren Innenräumen verirrt sich der virtuelle Kameramann immer mal wieder. Der Fokus liegt dann nicht mehr auf dem relevanten Bereich, was in gewissen Situationen zu einer deutlichen Behinderung für den Spieler wird. Dank dem automatischen Lock-On bleibt der Kontrahent zwar im Visier, doch seht ihr vom eigentlichen Kampf nur wenig. Eine manuelle Nachjustierung der Kamera kostet zu viel Zeit und hilft bedauerlicherweise meist auch nicht weiter.
Game Info
- Genre: Action
- Entwickler: Konami West, Japan
- Publisher: Konami
- Spieler offline: 2



