Catwoman

Catwoman Test / Review

Diese Katze landet mit Sicherheit nicht auf den Beinen!

Electronic Arts hat nicht zuletzt mit den Spielen zum Hollywood-Blockbuster "Herr der Ringe“ eindrücklich gezeigt, dass Filmumsetzungen nicht zwingend mangelhafter Qualität müssen. Mit der neusten PS2-Umsetzung von Catwoman scheint Entwickler Argonaut Games aber genau diesen positiven Trend wieder zu brechen.

Das Gameplay von Catwoman erinnert stark an Ubisofts "Prince of Persia“. Wie im hochkarätigen Vorbild gilt es kniffelig Jump&Run Passagen zu meistern, welche von gelegentlichen Kämpfen gegen Wachmänner oder Strassenrowdies unterbrochen werden. Dank dem raubtierhaften Gleichgewichts- und Sprungvermögen der Protagonisten fallen ihr auch waghalsige Manöver nicht schwer: So überwindet ihr flink tiefer Abgründe, klettert mühelos senkrechten Wänden empor oder schwingt euch an horizontalen Stangen weiter. Dank der ständig griffbereiten Peitsche sind auch weit entfernte Haltepunkte kein Problem für die Katzenfrau und ihr schwingt euch akrobatisch steilen Fassaden entlang.

Hört sich die Angelegenheit auf dem Papier noch durchaus reizvoll an, erlebt man bereits in den ersten Abschnitten ein eher ernüchterndes Erlebnis. Einen grossteil dieser Schuld liegt auf der absolut unpraktischen Pad-Belegung. Da ihr im Kampf mit dem rechten Analog-Stick Schläge und Tritte austeilen müsst, sind die beiden oberen Schultertasten für Sprünge und das Hochlaufen an Wänden verantwortlich. Dass dies alles andere als eine intuitive und leicht zu handhabende Steuerung ist, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.

Doch selbst wenn man sich nach einer längeren Spielzeit an die unpraktischen Controls gewöhnt hat (soweit dies überhaupt möglich ist), behindert die mehr als fragwürdige feste Positionierung der Kamera. Könnte man unter Umständen noch mit dieser Entscheidung der Entwickler leben, verhindern die nicht selten absolut ungünstigen Standpunkte des virtuellen Kameramannes erfolgreich jegliches Aufkommen von grösserem Spielspass. So versperren beispielsweise dicke Rohre die Sicht auf den eigenen Charakter oder Gegner und gewisse Stangen bleiben eurer Sicht komplett vorenthalten. Gepaart mit dem häufig konfusen Leveldesign, welches nur einen, nicht immer ganz logischen Lösungsweg für ein Weiterkommen bereithält, ist Frust bereits vorprogrammiert.

Auch die Kämpfe passen bedauerlicherweise hervorragend zum bisherigen Gesamtbild des Titels. Wie bereits oben erwähnt zeigt sich der rechte Analog-Stick für die Kampfmanöver verantwortlich. Durch einen Druck einfachen Druck des Knüppels in die Richtung des Gegners wird eine entsprechende Aktion ausgeführt. Dass sich dieses System auf Dauer nicht bewährt, zeigte bereits "Rise to Honour“ nur allzu deutlich. Da Catwoman scheinbar pazifistisch veranlagt ist, verliert kein Widersacher sein Leben. Ihr vermöbelt die Gegner entweder so lange, bis sie aufgeben, oder ihr setzt den Verbrecher ausser Gefecht, indem ihr in durch ein Fenster oder in eine Mülltonne werft. Wirklich gezielte Tritte oder Peitschenhiebe sind jedoch dank der undynamischen Kamera nur selten möglich, weshalb besonders letztere Manöver in den meisten Fällen zur reinen Glückssache verkommen.

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Game Info

  • Genre: Action-Adventure
  • Entwickler: Argonaut Games
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler offline: 1

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