
Second Sight
Second Sight Test / Review
Psi-Kräfte mit Folgen…
John Vattic erlebt einen wirklich miesen Start in den Tag: Nicht nur, dass er an ein Bett gefesselt auf einer mysteriösen und scheinbar hochgradig gesicherten Krankenstation aufwacht, sondern auch seine gesamten Erinnerungen scheinen verschwunden. So weiss er weder wer er ist, noch wieso sein Körper grobe Narben aufweisst oder wie er in diese missliche Lage gekommen ist. Hinzukommt, dass er zu seinem eigenen Erschrecken über unerklärliche, psychische Kräfte verfügt, welche ihn durch reine Gedankenkraft seine Fesseln lösen lassen. Instinktiv erkennt er seine einzige Überlebenschance in der Flucht aus dem noch unbekannten Gebäudekomplex.
In den folgenden 17 Missionen erlebt ihr die Geschichte hinter dem bedauernswerten Protagonisten Vattic durch eine Reihe von Rückblenden, welche durch die langsam wiederkehrende Erinnerung in der Gegenwart ausgelöst werden. Die Verkettung der anfangs unerklärlichen Ereignisse bringt so mit zunehmender Spielzeit Stück für Stück Klarheit in die gleichermassen spannende wie verworrene Storyline hinter Second Sight und unser Held deckt weit mehr als nur seine Vergangenheit auf!
Eure paranormalen Fähigkeiten stehen euch nicht nur bei der Flucht hilfreich zur Seite, sondern leisten auch bei anderen Gelegenheiten nützliche Hilfe. So erlaubt euch die "Telekinese“ Objekte mit reiner Geisteskraft zu bewegen, dank "Verwirrung“ werdet ihr für Gegner unsichtbar, mittels "Heilung“ füllt ihr euren Lebensbalken im Tausch gegen die automatisch regenerierende Psi-Energie und "Projektion“ erstellt ein geistiges Abbild von Vattic, mit dem ihr selbst ungehindert durch Laserbarrieren marschieren dürft. Dank einer kräftigen "Psi-Attacke“ könnt ihr bei direktem Feindkontakt gar eine schmerzende Energiewelle auf die Angreifer loslassen. Im Laufe des Abenteuers werden diese Fähigkeiten gar noch ausgebaut, so dass ihr beispielsweise mit "Projektion“ sogar die Kontrolle über feindliche Charaktere für eine kurze Zeitspanne übernehmen könnt.
Da ihr jedoch in einigen Levels der Vergangenheit noch nicht über die übernatürlichen Kräfte verfügt, beherrscht Herr Vattic nicht nur den Umgang mit Waffen vorzüglich sondern weiss sich auch ganz nach dem Vorbild von Solid Snake ungesehen an diversen Wachen vorbei zu schleichen.
Dank intelligenter Pad-Belegung und meist hervorragend funktionierender, automatischer Zielaufschaltung gehen dabei sämtliche Manöver erfreulich einfach und intuitiv von der Hand. Einzig beim Einsatz der Telekinese-Fähigkeit versagt das Lock-On teilweise: So nimmt Mister Vattic zum Beispiel trotz schiessender Wachmänner beim Druck auf die entsprechende Schultertaste eine harmlose Kiste anstelle der Gegner ins Visier, so dass ihr für das richtige Ziel erneut zum Analog-Stick greifen müsst. Insbesondere die Umsetzung des Scharfschützengewehrs ist erwähnenswert, denn während andere Spiele beim Hantieren mit dem präzisen Geschütz den herangezoomten Ausschnitt bildschirmfüllend zeigen, wird bei Second Sight die Sicht durch das Zielfernrohr im unteren Bildschirmeck wiedergegeben. So bleibt die nähere Umgebung selbst bei einem ausgiebigen Sniper-Einsatz stets in eurem Blickfeld. Wir hoffen diese exzellente Feature nicht das letzte Mal gesehen zu haben!
Game Info
- Genre: Stealth-Action
- Entwickler: Free Radical Design
- Publisher: Codemasters
- Spieler offline: 1



