
Pro Evolution Soccer 3
Pro Evolution Soccer 3 Test / Review
Die PES-Serie ist für viele Fussballfans das Game schlechthin. Nun erscheint die dritte Auflage endlich auch bei uns. Lohnt sich aber ein erneuter Kauf?
Im Übersichtlichen Hauptmenü angekommen werdet ihr erstmals vor die sprichwörtliche Qual der Wahl gestellt. So könnt ihr entweder mit bis zu acht Spielern ein Freundschaftsspiel führen, oder aber eine ganze (Meister-) Liga oder einen Cup mit dem Team eurer Wahl durchspielen. Seid ihr mit der Steuerung noch nicht genügend vertraut, so werden euch im kurzen Anfängertraining alle grundlegenden Controlls erklärt und deren Wirkung gezeigt. Neben dem Anfängertraining dürft ihr euch an den diversen Trainings-Herausforderungen versuchen. So gilt es beispielsweise den Ball innert eines knappen Zeitlimits zwischen aufgestellten Hindernissen hindurch quer übers Spielfeld zu dribbeln.
Nachdem der gwünschte Spielmodus gewählt wurde, müsst ihr euch für ein Team aus 56 Nationalmannschaften oder 65 Klubs entscheiden. Dank der entsprechenden Lizenz dürft ihr diesmal (mit Ausnahme des Deutschen Nationalteams und wenigen Klubmannschaften) mit den originalen Spielern auf das Feld. Wollt ihr jedoch euer eigenes Wunschteam oder Spieler erstellen, so dürft ihr dies auch weiterhin im entsprechenden Editier Modus. Nach der Wahl des Stadiums, von denen 20 zur Auswahl stehen, dem Wetter und anderen bekannten Einstellungen erfreuen sich Taktiker über die vielen Möglichkeiten, euer Team zu managen: So dürft ihr nicht nur jeden Spieler beinahe pixelgenau aufstellen, sondern auch diverse Spielstrategien festlegen, den Captain ändern und noch vieles mehr, das den Laien schnell überfordern dürfte.
Viele Menüs, Optionen und einem kurzen Ladescreen später befindet ihr euch endlich auf dem Platz, und eines wird sofort klar: Die Präsentation des Spiels ist wahrlich atemberaubend. Vom Einmarsch bis hin zum Teamfoto vor dem Spiel wurde alles beinahe perfekt in Szene gesetzt.
Nach dem Anpfiff und den ersten Spielminuten erkennt man sofort, dass Konami viel Zeit in die Überarbeitung der Ballphysik steckte. So bringt das Leder wie im wirklichen Leben eine gewisse Unberechenbarkeit mit sich, was dem Spiel eine ganze Ecke mehr Realismus verleiht. So wirken sich zum Beispiel die Bodenbegebenheiten stark auf dessen Verhalten aus. Ist der Rasen in einem schlechteren Zustand, so springt der Ball bei Pässen merklich auf und ab und rollt nicht simpel auf dem Grün entlang. Dies erfordert oft ein Umdenken der Spielstrategie und eine an die Gegebenheiten angepasste Spielweise. Realismus wird bei PES3 wahrlich gross geschrieben!
Neben der verbesserten Ballphysik wurden die Animationen der Spieler ebenfalls einem klar ersichtlichen Tuning unterzogen. Laut einer entsprechenden Pressemitteilung verfügen die Spieler über satte 80 Prozent mehr Animationsphasen. So straucheln die Kicker während eines längeren Sprints schon mal leicht, nehmen Bälle elegant und realistisch an, tragen nach einem schwereren Faul verbände oder verziehen bei anstrengenden Zweikämpfen das Gesicht. Ein weiteres Novum ist die optische Auswirkung der individuellen Spielerfähigkeiten. Nimmt beispielsweise ein Stürmer einen Ball an, so bleibt das Leder beinahe an dessen Fuss kleben, während ein Innenverteidiger das Leder schon nach den ersten Schritten deutlich weiter vorspielt. Dies sind vielleicht teilweise nur Details, in der Summe führen aber eben diese unzähligen Kleinigkeiten zu einem deutlich verbesserten Spielerlebnis. Dank 60 Herz Modus geniesst ihr das Spiel auf Wunsch gar in der originalen Geschwindigkeit. Einzig gelegentliche Ruckler bei schneller Action trüben das ansonsten perfekte Gesamtbild ein wenig.
Game Info
- Genre: Sport
- Entwickler: Konami Japan
- Publisher: Konami
- Spieler offline: 8



