
Resident Evil Outbreak
Resident Evil Outbreak Test / Review
Ein Online-Spiel ohne Online-Modus? Ob das funktioniert?
Der Name Resident Evil wird wohl bei allen Fans des Horror-Genres sofort wohlige Gänsehaut erzeugen. Nicht zuletzt die stets packende Atmosphäre und meist vielseitige Geschichte der bisherigen Teile konnte die Serie dermassen populär werden lassen. Ausserhalb Europas wagte Capcom mit dem neusten Ableger "Outbreak“ den Sprung in die vernetzte Spielwelt, sodass drei Spieler gleichzeitig und im Team auf die Jagd nach Zombies gehen durften. In Europa wird das Spiel jedoch komplett ohne Online-Möglichkeit ausgeliefert, da eine Anpassung an die hiesige Serverinfrastruktur laut Aussagen von Capcom einen zu grossen Aufwand dargestellt hätte. Die Steuerung über eure beiden Partner übernimmt hierzulande die Konsole.
Im Vergleich zu den bisherigen RE Spielen wurde der Aufbau von Outbreak deutlich anders gestaltet. Ihr spielt nämlich keine zusammenhängende Story, sondern jeweils eine von insgesamt fünf Episoden, welche in keinster Weise miteinander verknüpft sind. Dies hat zur Folge, sich die typisch dichte Atmosphäre und Stimmung der Vorgänger nur sehr zaghaft aufbaut.
Bevor ihr aber in die verschiedenen Szenarien um euer virtuelles Überleben kämpfen dürft, habt ihr die Qual der Wahl zwischen acht Protagonisten. Jeder von ihnen hat klare Stärken und Schwächen, wodurch gerade bei ausdauernden Spielern ein gewisser Reiz des Experimentierens einsetzen wird. Zudem beeinflusst die Wahl des eigenen Charakters den Ablauf oder die Schwierigkeit einer Mission teilweise enorm. Eure beiden Partner sind dabei aber fest vorgegeben und können nicht direkt selbst ausgewählt werden. Dank vieler freispielbarer Boni werden wohl besonders die langjährigen Fans zu mehrfachem Angehen einer Mission motiviert. Dies ist zumindest ein kleiner Ausgleich für die insgesamt eher kurz geratene Spieldauer der fünf Szenarien.
Das scheinbar angestrebte Ziel in Resident Evil Outbreak wäre ein gutes Teamplay mit den beiden Begleitern. Das Verb "wäre“ ist bewusst gewählt, denn die künstliche Intelligenz der zwei Kumpanen lässt oft zu wünschen übrig. Die vermeintlichen Teammitglieder laufen meist mehr oder weniger ziellos in der Gegend herum, öffnen grundlos Türen und geraten so ständig in die Arme der umherstreifenden Untoten. Über den rechten Analog-Stick könnt ihr ihnen zwar gewisse Kommandos wie "Folgen“, "Warten“ oder "Helfen“ zurufen, diese werden von den virtuellen Kameraden aber nur in sehr beschränktem Masse wirklich strikte befolgt. Auch der an sich willkommene Tausch von Items oder Waffen scheitert so oft daran, dass sich der Tauschpartner plötzlich mir nichts dir nichts von seiner Position entfernt und ihr ihm so nichts mehr überreichen könnt bis er sich wieder in eurer Nähe befindet.
Game Info
- Genre: Survival-Horror
- Entwickler: Capcom Production Studio 1
- Publisher: Capcom
- Spieler offline: 1



