Crash Twinsanity

Crash Twinsanity Test / Review

Freund und Feind ziehen für einmal an einem Strang

Selbst die grössten Erzfeinde spannen zusammen, wenn eine Gefahr von Ausserhalb droht. – So ähnlich könnte die Weisheit klingen, die wir aus der Hintergrundgeschichte des neusten Crash Bandicoots ziehen. Denn versucht der immerböse Dr. Neo Cortex zu Beginn noch wie in den Vorgängern Crash zu zerstören, werden die beiden Widersacher durch vogelköpfige Invasoren gezwungen, gemeinsam in den Kampf zu ziehen um beider Heimatinsel zu retten.

Dass dies nicht ganz ohne Komplikationen abläuft, dürfte wohl jedem Kenner der Serie klar sein. Nicht nur in den zahlreichen (nicht überspringbaren)  Zwischensequenzen kommt der Spielwitz nicht zu kurz. Besonders einige nonverbale Jokes sorgten bei mir für mehr als nur ein Lächeln. Nach der unfreiwilligen Verbrüderung mit Cortex schaut Crash dermassen verdutzt drein, dass sich nur die wenigsten ein Lachen verkneifen können.

Seid ihr mit Crash alleine unterwegs, was im Lauf des Spiels nicht selten vorkommt, spielt sich Twinsanity fast gleich wie die bisherigen Crash Teile: Besiegt Gegner mit der klassischen Wirbelattacke, zerberstet Kisten, sammelt massig Wumpa-Früchte, springt über bodenlose Abgründe und verhindert Kontakt mit den explosiven Nitro-Kisten. Ebenfalls wieder mit dabei sind natürlich mehr oder weniger knifflige Plattform-Springereien, die euch besonders gegen Ende einiges an Reaktionsvermögen und Geschicklichkeit abverlangen.

Zusammen mit Dr. Cortex ergeben sich aber im Vergleich zum klassischen Crash Bandicoot Gameplay einige neue Möglichkeiten. So kann Crash den grossköpfigen Doktor nicht nur als Schlagwaffe gegen Feinde oder zum zerbröseln von robusten Stahlkisten verwenden, sondern darf ihn auch über Abgründe auf entferntere Plattformen werfen, wo der grimmige Kamerad für ein gemeinsames Weiterkommen etwaige Schalter umlegen muss.

Neben diesen eher standardmässigen Teammoves bietet das Duo aber noch andere, kollektive Aktionen. So finden sich beispielsweise Stellen im Spiel, wo Crash und Cortex sich prügelnd als "Knäuel“ ganz im Stil von "Super Monkey Ball“ durch Höhlen oder Bahnsysteme rollen und bei schnellen Abfahrten muss der bärtige Begleiter gar als Snowboard hinhalten. Als Ausgleich dafür entfernt Crash anderorts alle Gefahren aus dem Weg des vor Angst blind geradeaus laufenden Exrivalen, was vom Spieler schnelle Problemlösungen fordert.

Dank dem ständigen Wechsel all dieser Spielmechanismen bleibt das Game stets interessant und kann zum weiterspielen motivieren. Dies ist angesichts des teilweise recht harschen Schwierigkeitsgrades an gewissen Stellen auch bitternötig. In manchen Levels kommt ihr ohne ein gehöriges Mass an Konzentration und Übung schlicht nicht weiter. Dafür fiel die Gesamtspielzeit mit durchschnittlich sieben bis acht Stunden nicht gerade enorm lang aus. Einen wirklichen Ansporn für ein erneutes Angehen sucht man leider vergeblich.

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Game Info

  • Genre: Jump&Run
  • Entwickler: Travellers Tales
  • Publisher: Vivendi Universal
  • Spieler offline: 1

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