
Spy Fiction
Spy Fiction Test / Review
Halb geklaut ist halb gewonnen…
Seit dem enormen Erfolg von Metal Gear Solid und Splinter Cell scheint die Welle an Stealth-Action Games nicht abreissen zu wollen. So übernehmt ihr auch in Spy Fiction den Part eines Elitesoldaten der geheimen Operationsgruppe Phantom, welche die feindlichen Stellungen nicht mit roher Waffengewalt säubert, sondern vielmehr möglichst geschickt und ungesehen infiltriert.
Um die zehn Missionen erfolgreich bestehen zu können, hat man eurem Agenten einiges an Tricks beigebracht. So beherrscht er die typischen Genre-Moves wie "an die Wand drücken“, "leise Schleichen“ oder "Feinde lautlos von hinten ausknocken“. Wird trotz aller Vorsicht der Alarm ausgelöst, so suchen euch die Wachen eine bestimmte Zeit intensiver bevor sie sich wieder auf die geregelten Patrouillenpfade begeben. Genrefans werden diese Mechanik bestimmt kennen. Die einfachste Methode einem Alarm zu entgehen ist, den Entdecker eurer wahren Identität möglichst schnell mit einem gezielten Schlag oder Schuss ausser Gefecht zu setzen bevor dieser den Alram auslösen kann.
Trotz aller Ähnlichkeit zu anderen Stealth-Games spielt sich Spy Fiction deutlich einfacher als beispielsweise die Aufträge von Sam Fisher. So muss man die Körper erledigter Kontrahenten nicht in einsamen Levelecken verstecken, denn sie verschwinden nach einigen Sekunden automatisch. Auch bei direktem Schusswechsel könnt ihr euch deutlich mehr Fehler erlauben als bei der Konkurrenz, denn die künstliche Intelligenz der Jäger ist angenehm niedrig gehalten. Zudem könnt ihr zu Beginn neben dem Schwierigkeitsgrad auch den so genannten "Abenteuer-Level“ wählen, wodurch die Anzahl der Tipps von euren Kameraden beeinflusst wird. Somit eignet sich das Spiel auch besonders für eher unerfahrene Stealth-Fans. Alte Genre-Hasen werden aber eine gewisse Realitätsnähe missen.
Natürlich muss man auch als Spy Fiction Agent nicht auf einige hilfreiche Gadgets verzichten. Neben eurer (natürlich schalgedämpften) Waffe stehen euch im Laufe der zehn Missionen auch allerlei andere elektronische Helfer zur Seite. Ob Röntgenbrille, Netzhautscanner, Enterhacken oder als Stift getarnte Leuchtfackeln, ihr seid bestens ausstaffiert.
Doch das wohl ungewöhnlichste Utensil ist die 3D-Kamera: Mit diesem Teil könnt ihr jederzeit aus der Egoperspektive Fotos von anderen Personen (sei es Wache oder Zivilist) schiessen. Habt ihr das unfreiwillige Modell gut getroffen, könnt ihr nach einem kurzen Sprung in einen nahe stehenden Kleiderschrank oder Müllcontainer dessen Aussehen annehmen. So verkleidet könnt ihr euch selbst im gut gesicherten Arealen ungehindert frei bewegen. Um aber auch bei Gesprächen nicht aufzufliegen, müsst ihr ausserdem die Stimme des Originals kopieren. An die charakteristischen Stimmdaten kommt ihr durch gezielte Abhöraktionen.
Game Info
- Genre: Stealth-Action
- Entwickler: Access Games
- Publisher: Atari
- Spieler offline: 1



