Pro Evolution Soccer 4

Pro Evolution Soccer 4 Test / Review

Der König ist tot, es lebe der König…

Immer mehr Fussball-Fans kehrten seit dem dritten Teil von Konamis ambitionierter Serie dem Konkurrenzprodukt aus dem Hause EA den Rücken. Doch trotz dem enormen Erfolg von PES 3 ruhen sich die Entwickler bei Konami Tokyo keinesfalls auf den erhaltenen Lorbeeren aus und setzten mit dem diesjährigen Teil nochmals gehörige einen drauf!

Eines der grössten Mankos der bisherigen Pro Evolution Soccer Spielen war das komplette Fehlen der Lizenzen. Scheinbar nahm sich Konami diese Kritik der Spieler zu Herzen und schreitet in dieser Hinsicht immerhin einen kleinen Schritt voran, indem sie alle offiziellen Clubs und Spieler aus Holland, Italien und Spanien integrierten. Jedoch gerade die in unseren Breiten populäre deutsche Bundesliga und UEFA wurden wieder mit entfremdeten Namen ins Spiel übernommen. Doch immerhin rund 4500 Sportler finden sich diesmal mit originalgetreuen Namen und Aussehen. Wer mit den verfremdeten Namen nicht auskommt, kann diese nach wie vor im deutlich detaillierteren Spieler- und Mannschaftseditor nach seinen Wünschen anpassen.

An den Spielmodi hat sich indessen wenig verändert. Wie gehabt lässt sich auf die schnelle ein Einzelspiel für bis zu acht Teilnehmer starten und noch ungeübte Spieler lassen sich im übersichtlichen Trainingsmode sämtliche Kniffe der durchdachten und eingängigen Steuerung erklären. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf den deutlich umfangreicheren Modi: Diverse Pokale wollen in allerlei Turnieren rund um den Erdball errungen werden, in der Liga müsst ihr euren Lieblingsclub gar möglichst erfolgreich durch eine ganze Saison bringen. Wem dies noch nicht herausfordernd genug ist, der wird mit dem Meisterliga-Modus wohl das richtige finden: Hier ist nicht nur das Joypad-Können auf dem Rasen gefragt, denn auch das Teammanagement liegt ganz in euren Händen. Dabei müsst ihr eure Recken nicht nur ins Training schicken und mit einem motivierenden Gehalt versorgen, sondern solltet auch auf dem Transfermarkt nach neuen Talenten Ausschau halten.

Doch bevor man eure Elf auf den Platz lässt, bietet Konami wie bei den Vorgängern eine unglaubliche Anzahl an Einstellungsmöglichkeiten. Von der Startaufstellung über die allgemeine Spieltaktik bis hin zu kleinsten Details wie einzelne Spieleranweisungen oder pixelgenaue Positionierungen können sich Profis nach Herzenslust austoben. Gelegenheitsspieler werden von dieser wahren Optionsflut zwar überfordert, doch auch ohne das optionale Feintuning könnt ihr auf dem Platz problemlos Erfolge verbuchen.

Die grundlegende Steuerung wurde beinahe komplett aus dem Vorgänger übernommen, jedoch mit sinnvollen Erweiterungen zusätzlich verfeinert. So können die Pässe deutlich präziser abgestimmt werden, wodurch sie wesentlich genauer bei euren Teamkameraden ankommen. Selbst auf Zuspiele in den freien Raum muss natürlich nicht verzichtet werden. Erfreulicherweise spielen die CPU gesteuerten Kollegen auch wirklich mit, so dass man schon fast meinen könnte, sie würden von menschlichen Spielern gesteuert. So laufen sie sich frei, bieten sich mit Handzeichen zum Passen an und suchen immer den freien Raum. Hier haben die verantwortlichen Programmierer schon fast perfekte Arbeit abgeliefert.

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Game Info

  • Genre: Sport
  • Entwickler: Konami Tokyo
  • Publisher: Konami
  • Spieler offline: 8

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