
Neo Contra
Neo Contra Test / Review
"Are you trigger-happy?"
Wenn ja, seid ihr bei Neo Contra genau richtig. Wenn es um Old-School Shooters geht, versorgt uns Konami regelmässig mit frischer Baller-Kost. Sei es nun Gradius oder Contra, hier ist nur Dauerfeuer und geschicktes Ausweichen gefragt. Schön dass es noch Hersteller gibt, die dieses Genre am Leben erhalten.
An der Seite von Bill Rizer und seinem Kollegen Jaguar, einem futuristischen Samurai ziehen wir im Jahre 4444 in den Kampf gegen einen Gruppierung mit dem Namen Neo Contra. Überall wo diese Gruppe auftaucht herrscht Tod und Verwüstung. Die Regierung will diesem Treiben unbedingt entgegenwirken und selektiert die beiden Kämpfer um wieder Ordnung auf der Welt herzustellen. - Viel zu erwarten war von der Story natürlich nicht, aber diese wurde sowieso nur geschaffen, damit die schmerzenden Daddel-Finger auch einen Grund haben. Gleich vorwegzunehmen, es gibt im Optionsmenu die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad zu definieren und damit die Anzahl der verfügbaren Leben stark zu erhöhen. Wie ich später aber beim erstmaligen Durchspielen bemerkt habe, sind wir meilenweit vom Schwierigkeitsgrad eines Contra: Shattered Soldier entfernt. Der "normale" Modus reicht daher auch aus, um dieses Spiel mit etwas Können durchzuspielen. Nachdem ihr ausgewählt habt, ob ihr einzeln oder zu zweit auf die Jagd geht, gibt es noch die Möglichkeit einer Art Waffenselektion. Zu beginn gibt es 3 verschiedene Schuss-Variationen, von dem die konventionelle, also die erste, meiner Meinung nach die Beste ist. Mit der Quadrat-Taste feuert ihr euren Laser während ihr mit der Dreieckstaste zielsuchende Raketen abschiesst, welche nur für die höher gelegenen Gegner benötigt werden. Diese meist fliegenden Objekte werden beim Eintritt ins Level mit einem grünen Quadrat signalisiert, damit ihr schnell wisst, für welche Feinde welche Waffen benötigt werden. Obligatorisch dazu kann die Waffenstellung mit L2 arretiert werden, damit ihr ausweichen und gezielt Ballern gleichzeitig könnt. Durch die 3D-Ansicht gestaltet sich dies aber besonders für Anfänger nicht allzu simpel. Oft seid ihr damit beschäftigt auszuweichen und findet kaum Zeit auch noch die korrekte Gewehrstellung zu finden. Mit etwas Übung geht aber auch dies später. Die Möglichkeit zu Springen gibt es in diesem Contra nicht mehr. Die X-Taste wird dazu benötigt, eine Rolle seitwärts auszuführen. Unverwundbar seid ihr zwar während dem Rollen nicht, aber dafür schnell und schwer zu treffen. Wichtig ist diese Funktion während den Boss-Fights, um den Streubomben auszuweichen. Aber zum Game selbst: Ihr wählt am Anfang zwischen 4 Stages, welche sehr unterschiedlich gegliedert sind. Vorzugsweise spielt man diese der Reihe nach durch. Neben der shooter-typischen futuristischen Space-Plattform im ersten Level gibt es in den weiteren Levels die Möglichkeit auf einem dinosaurierähnlichen Tier zu reiten. Desweiteren wird geklettert, auf Torpedos gesurft und sogar auf einem Helikopter-Rotor gerannt. Letzteres sieht ziemlich amüsant aus und macht auch noch ziemlich Laune, von Realismus keine Spur. Die einzelnen Abschnitte werden immer wieder durch Zwischengegner unterbrochen, welche euch meist nach kurzen Dauerfeuerphasen Platz machen. Am Levelende folgt dann jeweils der besonders fiese Endgegner, welcher schon deutlich mehr Zeit beansprucht.Um nochmals auf den Schwierigkeitsgrad anzusprechen. Contra: SS war trotz des heftigen Schwierigkeitsgrades ein Spitzentitel. Leider befinden wir uns bei Neo Contra fast im anderen Extrem. Das Spiel lässt einigermassen begabte Spieler in 45 Min. durch das Game laufen ohne das mehrere Anläufe benötigt werden. Das ist defintiv zu wenig, aber leider für dieses Genre fast schon normal. Auch die zu erspielbaren Waffenvarianten sind auch nicht gerade das, was bei einem Replay-Value hoch angerechnet wird. Übrig bleibt die Jagd nach dem persönlichen Highscore. Wem’s gefällt.
Game Info
- Genre: Shoot'em Up
- Entwickler: Konami
- Publisher: Konami
- Spieler offline: 2



