
XGRA
XGRA Test / Review
Mit dem vierten Teil bricht Entwickler Acclaim nicht nur mit der fortlaufenden Nummerierung, sondern auch einige grundlegende Veränderungen beeinflussen das Gameplay des neuen Extreme-G’s.
Trotz der bereits angedeuteten Neuerungen blieb das Grundprinzip der Serie auch bei XGRA erhalten. So rast ihr noch immer mit eurem Zweirad in einem Höllentempo über schwindelerregende Kurse und versucht die acht gegnerischen Fahrer durch Geschwindigkeit oder exzessiven Waffeneinsatz zu überholen. Die 14 verschiedenen Strecken führen euch durch riesige Technostädte, grossflächige Wüsten oder gar durch eine Raumstation auf dem Mars. Dank den bekannten Korkenzierkurven, Loopings und schnellen Berg- und Talfahrten werden eure Reaktionen wieder einer harten Probe unterzogen.
Als Neuling startet ihr die Karriere erstmals mit einem eher langsamen 08/15-Bike. Habt ihr euch in der Qualifikationsliga einen der vorderen Plätze erkämpft, so dürft ihr mit einer schnelleren Maschine bei den Profis einsteigen und euch an der ersten von vier Rennklassen versuchen. Neben den normalen Rennen, bei welchen ihr als erster durchs Ziel kommen solltet, erwarten euch auch spezielle Herausforderungen mit verkürzten Rundenzahlen, schlechtere Wetterbedingungen oder mit Einschränkungen in Form von Waffenverboten sowie Tempolimits.
Zusätzlich Action ins Renngeschehen bringen Nebenaufträge eures Rennstalls: Mal sollt ihr eine bestimmte Mindestplatzierung erreichen, mal die Werbeplakate der Konkurrenz abschiessen. Wirklich schwierig wird es, wenn ihr bestimmte gegnerische Fahrer schlagen oder gar komplett zerstören müsst. Für das Erfüllen der speziellen Aufträge winken jedoch Upgrades für euer Bike oder Konzeptskizzen für die Galerie.
Einer der grössten Unterschiede im Vergleich zum Vorgänger liegt im Karrieremodus. Konntet ihr früher durch gewonnene Rennen Geld verdienen, welches ihr wiederum in das Tuning eurer Maschine investieren durftet, so wurde dieses System bei XGRA komplett über Bord geworfen. Jetzt gewinnt ihr lediglich Punkte für eure Platzierungen. Habt ihr am Ende des letzten Rennens genug Punkt zusammen, so könnt ihr eine Klasse aufsteigen und euer Bike wird automatisch verbessert. Durch diese Limitation eurer Eingreifmöglichkeiten wird das Game zwar für Anfänger sicherlich besser zugänglich, aber die Spieltiefe nimmt dadurch leider deutlich ab.
Die zweite, grössere Neuerung ist das Waffensystem. So sind die XGRA-Bikes von Beginn an mit nur einer Standartwaffe ausgerüstet. Aufgrund des fehlenden Tuningsystems könnt ihr auch keine zusätzlichen Argumentationsverstärker an euer Zweirad schrauben. Die einzige Möglichkeit an bessere Waffen zu kommen ist das Aufsammeln von grünen Energiekugeln, die auf den Strecken verteilt sind. Je mehr dieser Blasen ihr sammelt, desto stärkere Systeme dürft ihr einsetzten. Neben defensiven Gadgets wie Schutzschilden oder Turboschüben stehen euch auch allerlei Offensivfunktionen wie Minen, Energiesauger oder Raketen zur Auswahl. Wer genügend lange wartet und immer schön alle Energiekugeln aufsammelt, darf sogar zur ultimativen "Deathstrike“ Attacke ansetzten. Dabei wird der anvisierte Gegner von einem Laserstrahl eines Satelliten innert Sekunden komplett pulverisiert. Da diese Attacke im Vergleich zu den anderen Waffen arg übermächtig ausfiel und sämtliche anderen Systeme beinahe überflüssig werden lässt, wirkt das gesamte Waffensystem leider sehr unausgeglichen.
Game Info
- Genre: Rennspiel
- Entwickler: Acclaim Studios Cheltenham
- Publisher: Acclaim
- Spieler offline: 2



